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		<title>Kirsty McGee – Contraband</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Feb 2013 13:36:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich sollte dieses Album ganz anders klingen. Nach Jahren des Wanderns zwischen Folk, Jazz und Americana wollte die britische Musikerin Kirsty McGee ein Dirty-Blues-Album aufnehmen, doch dann erkrankte sie an Depressionen und erlitt einen Zusammenbruch. Eine ganze Zeit lang konnte McGee nicht einmal singen, stattdessen fing sie nach einer Weile an, einfach auf ihrer Gitarre [...]]]></description>
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Eigentlich sollte dieses Album ganz anders klingen. Nach Jahren des Wanderns zwischen Folk, Jazz und Americana wollte die britische Musikerin Kirsty McGee ein Dirty-Blues-Album aufnehmen, doch dann erkrankte sie an Depressionen und erlitt einen Zusammenbruch. Eine ganze Zeit lang konnte McGee nicht einmal singen, stattdessen fing sie nach einer Weile an, einfach auf ihrer Gitarre herumzuzupfen. Irgendwann kehrte ihr Stimme zurück und auch ihre Kreativität &#8211;  sie schrieb 20 Songs in zehn Tagen, aus denen ihr sechstes Album ’Contraband’ wurde.</p>
<p>Anstatt zur E-Gitarre zu greifen blieb McGee also bei der guten alten Akustikgitarre und ihrem “Hobopop“, wie sie die oben erwähnte Mischung aus Folk, Jazz und Americana nennt. ’Contraband’ ist wie ein Küken &#8211; so zart und zerbrechlich, das man es am liebsten in seinen Händen halten und gegen die raue Welt abschirmen möchte. Mit einer Stimme, die bestimmt und fragil zugleich ist, erzählt McGee von Liebe und Verlust. ”I may seem to crumble like the sand/but like grass I break and I cut/and the thousand pieces of my heart/that were all trodden down in the dirt/they may rise up like a bird in flight/but they never can shake this hurt“ heißt es etwa in “What Love Entails”, einem der hübschesten Lieder, das sich, wie auch die anderen Titel, an Bildern aus der Natur bedient.</p>
<p>Trotz des Folk-Unterbaus haben die Songs noch so viel Abwechslung, dass das Album nicht langweilig wird. “Setting of the Sun“ ist ein knarziger Jazzsong, der an Tom Waits erinnert, während Joe Henry bei „All Things Must Change“ Pate gestanden haben könnte. Besonders erwähnenswert sind auch das poppige “Something Going On“, das mandolinenverstärkte “Sequins“ und das dunkle „God Loves the Sparrowherder“.</p>
<p>’Contraband’ ist ein leises, nachdenkliches Album, dem man anhört, dass es aus Schmerz geboren wurde. Dennoch ist es nie deprimierend, sondern eher tröstlich und einfach wunderschön.<br />
[Danica Pieper]</p>
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		<title>Neil Halstead &#8211; Palindrome Hunches</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Nov 2012 09:20:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neil Halstead hat in seiner Karriere mehrere Metamorphosen vollzogen und entwickelte sich vom Shoegaze-Helden (Slowdive) über den Indie-Zauberer (Mojave 3) hin zum einsamen Solisten. Knapp 20 Jahre nach dem Release des legendären Slowdive Albums ‚Souvlaki’ lebt der 42jährige Songwriter inzwischen in Cornwall und legt uns nun mit &#8216;Palindrome Hunches&#8217; sein drittes Soloalbum vor. Dieses wurde [...]]]></description>
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									</div></div><p><center><img src="http://www.sonic-reducer.de/Bilder/hunches.jpg" width="300" alt="palindrome hunches"></center><br />
Neil Halstead hat in seiner Karriere mehrere Metamorphosen vollzogen und entwickelte sich vom Shoegaze-Helden (Slowdive) über den Indie-Zauberer (Mojave 3) hin zum einsamen Solisten. Knapp 20 Jahre nach dem Release des legendären Slowdive Albums ‚Souvlaki’ lebt der 42jährige Songwriter inzwischen in Cornwall und legt uns nun mit &#8216;Palindrome Hunches&#8217; sein drittes Soloalbum vor. </p>
<p>Dieses wurde an einem einzelnen Wochenende an einer Grundschule aufgenommen und erscheint beim shoegazeaffinen Label Sonic Cathedral. Der Einfluss britischer und schottischer Songwriter wie Nick Drake oder Bert Jansch ist auch auf ‚Palindrome Hunches’ allgegenwärtig. Insbesondere die verspielten Gitarrenpickings, entlang derer Halstead die 26 ihm zur Verfügung stehenden Buchstaben in den schönsten Kombinationen wie an einer Wäscheleine aushängt, wahren diese Tradition. Bedroom-Folk möchte man diese verträumte Musik, die uns seit des Debüts ‚Sleeping On Roads’ so an´s Herz gewachsen ist, nennen. &#8216;Wittgenstein’s Arm&#8217; heißt das Glanzstück dieser Platte. Es handelt nicht von Ludwig Wittgenstein, sondern erzählt die traurige Geschichte seines Bruders Paul Wittgenstein, der im ersten Weltkrieg einen Arm verlor und sich daraufhin trotz aller Hindernisse mit voller Hingabe versuchte sich als Pianist durchzusetzen. &#8220;Digging Shelters&#8221;, &#8220;Full moon rising&#8221; und der Versuch eines musikalischen Palindroms ‚Palindrome Hunches’ wären weitere Musterbeispiele der Wärme und Melancholie, die dieses Album an allen Ecken prägt.<br />
<iframe width="550" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/E_cVxrEDQT8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Mit einem Herz aus Gold und doch tief im britischen Folk verwurzelt, liefert Halstead ein weiteres Meisterstück seiner Karriere ab. Und auch wenn er gerade irgendwo im weit entfernten Cornwall Rasen mäht oder sich die Zähne putzt, auf ‚Palindrome Hunches’ überbrückt er mit seiner wohlig weichen Stimme ein weiteres mal die Entfernung zum Hörer, rückt so nahe wie nur möglich an uns heran und macht all den Wahnsinn ein ordentliches Stück erträglicher.<br />
[Sebastian Jegorow]</p>
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		<title>Cosmopolis</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Nov 2012 10:16:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[cosmopolis]]></category>
		<category><![CDATA[david cronenberg]]></category>
		<category><![CDATA[don delillo]]></category>
		<category><![CDATA[robert pattinson]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit seiner Verfilmung des Don Delillo Romans &#8216;Cosmopolis&#8217; gelingt David Cronenberg eine erneute Überraschung. Vorbei sind die Tage des Bodyhorrors, &#8216;Cosmopolis&#8217; ist eine amüsante Abrechnung mit dem Kapitalismus und seinen Ausgeburten wie dem spekulativen Investmentbanking. Wer sich mit dem Oevre von Don Delillo und David Cronenberg beschäftigt, merkt recht schnell, dass die beiden Künstler offensichtlich [...]]]></description>
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									</div></div><p><center><img src="http://wwww.sonic-reducer.de/Bilder/cosmopolis.jpg" width="400"></center><br />
Mit seiner Verfilmung des Don Delillo Romans &#8216;Cosmopolis&#8217; gelingt David Cronenberg eine erneute Überraschung. Vorbei sind die Tage des Bodyhorrors, &#8216;Cosmopolis&#8217; ist eine amüsante Abrechnung mit dem Kapitalismus und seinen Ausgeburten wie dem spekulativen Investmentbanking.<span id="more-5474"></span></p>
<p>Wer sich mit dem Oevre von Don Delillo und David Cronenberg beschäftigt, merkt recht schnell, dass die beiden Künstler offensichtlich Brüder im Geiste sind. Beide liefern seit 40 Jahren konstant wichtige Werke ab, die eine einzigartige Aura umgibt, und beide haben sich mehrmals als Propheten bewiesen. Don Delillo beschäftigte sich bereits in den 80ern mit dem Terrorismus und der Frage nach der Rolle der Literatur in einer Welt des medialen Overkills und Terrors. Cronenberg griff ein ähnliches Thema in Filmen wie &#8216;Videodrome&#8217; auf. Mit der Cronenberg-Verfilmung des 2003 veröffentlichten &#8216;Cosmopolis&#8217; kommt es zum ersten mal zu einer Kollaboration der Beiden.</p>
<p>In vielerlei Hinsicht nimmt Delillo in seiner 2003 veröffentlichten Romanvorlage den Literaturklassiker Mrs. Dalloway zugrunde und verfrachtet die Geschichte in die gegenwärtige Welt. Die Hauptfigur ist nicht Clarissa Dalloway, die Blumen für eine Party holen möchte, sondern der Vermögensverwalter Eric Parker, der sich in seiner Stretch-Limousine auf dem Weg zum Friseur macht. &#8216;Cosmopolis&#8217; fokussiert einen Tag im Leben des Millionärs, der im Schrittempo durch die Stadt gleitet, während außerhalb seines Mikrouniversums der gegenwärtige Wahnsinn herrscht. Der Präsident ist in der Stadt, die Occupy Bewegung kratzt nicht nur an Parkers Fensterscheibe, die Finanzmärkte brechen zusammen wie zu hoch gebaute Kartenhäuser und ein Trauerzug um einen toten Musiker lähmt die Stadt. Ähnlich wie Virginia Woolfs Roman, entwickelt die Geschichte um Eric Parker ihren Charme erst beim genauen hinsehen. Dann erst entdeckt man den grotesken Humor, die kleinen Glanzmomente und die interessanten Dialoge, die in diesen minimalistischen Rahmen gestopft wurden. </p>
<p><iframe width="550" height="305" src="http://www.youtube.com/embed/0WpEc-rJQ3s" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>David Cronenbergs Verfilmung hält sich recht nahe an der Romanvorlage und trifft den Kern. Robert Pattinson, der Eric Parker verkörpert, tut was er am besten kann und ist mit seinem ausdruckslosen Gesicht die perfekte Besetzung. Einen ähnlich guten Eindruck machen ebenfalls Juilette Binoche und Samantha Morton. Cronenberg hat den bekannten Bodyhorror seiner früheren Tage bereits bei Filmen wie &#8216;Die gefährliche Begierde&#8217; hinter sich gelassen und auf die Psyche oder Teile der Gesellschaft ausgeweitet. In &#8216;Cosmopolis&#8217; knüpft er sich den Kapitalismus und seine Entartung vor. Die neu erschienene DVD und Blu-Ray bietet zusätzlich zum Film unzählige Interviews, in denen insbesondere Robert Pattinson und David Cronenberg im Mittelpunkt stehen. Ergänzend sollte man sich das Feature zur Premiere des Films in Berlin anschauen.</p>
<p>Die Zusammenführung der beiden Großmeister ist auf ganzer Linie gelungen. Wer sich auf Cronenbergs Fassung von &#8216;Cosmopolis&#8217; einläßt, wird mit vielen offenen Fragen belohnt. Manche sind harmlos wie die nach der &#8216;asymmetrischen Prostata&#8217;, manch andere beunruhigender als die Transformationen in seinen Horrorfilmen.<br />
[Sebastian Jegorow]</p>
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		<title>Liebe</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Nov 2012 08:43:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Haneke macht es uns wieder nicht leicht, zeigt sich aber in gewisser Weise zugänglicher als sonst. Diesmal müssen wir uns nicht mit psychopathischen Jugendlichen rumschlagen, Endzeitstimmungen ausharren, uns von Unbekannten per Video überwachen lassen oder uns im schwarzweißen Fontane-Deutschland rumkommandieren lassen. Heiter und sonnig ist es trotzdem nicht und wird es auch niemals sein und [...]]]></description>
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									</div></div><p><center><img src="http://www.sonic-reducer.de/Bilder/liebehaneke.jpg" width="450"></center><br />
Haneke macht es uns wieder nicht leicht, zeigt sich aber in gewisser Weise zugänglicher als sonst. Diesmal müssen wir uns nicht mit psychopathischen Jugendlichen rumschlagen, Endzeitstimmungen ausharren, uns von Unbekannten per Video überwachen lassen oder uns im schwarzweißen Fontane-Deutschland rumkommandieren lassen. Heiter und sonnig ist es trotzdem nicht und wird es auch niemals sein und das ist auch gut so, denn jemand muss schließlich auch in die Abgründe hinabschauen.<br />
Trintignant (alt ist er geworden, der Gute!) soll für Haneke der eigentliche Antrieb für dieses Projekt gewesen sein. Gut, dass der inzwischen erheblich gealterte Schauspieler zugesagt hat. Haneke baut also die Wohnung seiner eigenen Eltern nach, um sich am Set wohlzufühlen und mit der Location vertraut zu sein. Bei dem Musikprofessoren-Ehepaar Anne (Emmanuelle Riva, kennt man hauptsächlich als junge Frau in &#8220;Hiroshima mon amour&#8221;) und Georges (Jean-Louis Trintignant) geht es zwar nicht um das Schicksal seiner eigenen Eltern, aber durch die örtliche Nähe, die sich der Regisseur selbst erschaffen hat, kann er wenigstens sicherstellen, dass die Wohnung zum eigenständigen Charakter wird. Die gesamte Handlung nistet sich dort ein und lässt uns selten heraus, bezieht lediglich ein paar wenige Außenstehende mit ein, wie etwa die Tochter (Isabelle Huppert) der beiden Musiker-Senioren.<span id="more-4857"></span></p>
<p><center><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/bydem-Or5ck" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></center></p>
<p>Annes Krankheit beginnt mit ihrem katatonischen Anfall während des Frühstücks. Ein tragisches Ereignis, das dennoch zu einem prägenden Filmmoment führt, als Georges versucht, sie aus dem tranceähnlichen Zustand zu erwecken, während er ihr Gesicht mit beiden Händen umklammert und auf sie einredet. Das ist der Startschuss zum Leidensweg. Anne erleidet einen Schlaganfall, muss eine erfolglose Operation über sich ergehen lassen und kommt halb gelähmt im Rollstuhl wieder nach Hause. Pflegerinnen kommen und gehen, Georges versucht die Situation alleine zu bewältigen, die beiden isolieren sich zunehmend von der Außenwelt, doch er möchte sie um nichts in der Welt ins Krankenhaus abliefern, sondern bis zum Ende an ihrer Seite bleiben. Liebe bis zum bitteren Ende und auch darüber hinaus.<br />
Was nach einem weinerlichen RTL-Fernseh-Drama für ewig schniefende Taschentuch-Hausfrauen klingt, distanziert sich jedoch von einer solchen trivialen Zielsetzung. Haneke analysiert vor allem den Umgang mit der Krankheit, blickt also auf Georges, der sich in Tagträume flüchtet, in die Erinnerung an alte Zeiten und an Halluzinationen, alles sei wieder (bzw. immer noch) in bester Ordnung.</p>
<p>Doch Anne verliert zunehmend die Kontrolle über ihren Körper und Geist, die Kommunikation wird schwieriger, bruchstückhafter. Ihr Mann nimmt das alles tapfer hin bis zum schockierenden Höhepunkt, den man nicht verraten darf, in dem Hanekes Handschrift auch diesmal spürbar wird, weil er plötzlich provoziert und wichtige Fragen stellt. Das erwartet man schließlich auch von ihm, wo er sich bis dahin lediglich in leisen Schritten dem Martyrium des Leidens und des langsamen Verfalls nähert.<br />
[Andreas Saeger] </p>
<p>Weitere Filmbeiträge von Andreas befinden sich <a href="http://hoerst-du-den-wind.blogspot.de/">in seinem Blog</a>.</p>
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		<title>Dark Dark Dark – Who Needs Who</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Nov 2012 09:50:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn zwei Mitglieder einer Band eine Beziehung eingehen und diese dann zerbricht, ist das nicht auch selten das Aus für die Band, man nehme zum Beispiel Rilo Kiley oder (zumindest vorübergehend) Sonic Youth.]]></description>
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									</div></div><p><center><img src="http://www.sonic-reducer.de/bilderreviews/darkdarkwho.jpg" alt="dark dark dark"></center><br />
Wenn zwei Mitglieder einer Band eine Beziehung eingehen und diese dann zerbricht, ist das nicht auch selten das Aus für die Band, man nehme zum Beispiel Rilo Kiley oder (zumindest vorübergehend) Sonic Youth. Dark Dark Dark aus Minneapolis gingen einen anderen Weg: Nachdem sich die beiden Gründer Nora Marie Invie und Marshall LaCount im vergangenen Jahr getrennt hatten, legte das Sextett eine mehrmonatige Pause ein, um dann doch wieder zusammen ein Album aufzunehmen. Auf ’Who Needs Who’ setzt sich die Band mit der Trennung auseinander und analysiert, was schief gelaufen ist.<span id="more-5103"></span></p>
<p>Es ist wohl wenig überraschend, dass Dark Dark Dark ihrem Namen noch nie so viel Ehre gemacht haben wie bei den zehn Songs von ’Who Needs Who’. Das ganze Album ist von einer tiefen Traurigkeit erfüllt, die jedoch nie in Bitterkeit übergeht. Stattdessen nimmt Invie die verschiedenen Gefühle, die eine Trennung mit sich bringt, unter die Lupe. “Tell Me“ beispielsweise behandelt das Vermissen und die Sehnsucht nach Vergangenem: I want to live in the time when you cherished me. Oh, to go back to the place, when you hands moved over me. Tell me it&#8217;s there, just beyond me. Tell me you&#8217;re saving it for me. In “Patsy Cline” hingegen überwiegt die Einsicht, dass die geschmiedeten Pläne sich nach dem Auseinandergehen in Luft aufgelöst haben: And I thought we&#8217;d meet up in a week or two and we&#8217;d slow-dance to Patsy Cline at the bar, but now that you&#8217;re gone, my life goes on. In “How It Went Down” wiederum geht es darum, wie sich der Umgang miteinander verändert hat: I am young and you are young and we grow. Now you are young and it feels like I&#8217;ve grown old. So take your time, my feeling &#8217;round you can be so cold. Take your time, I&#8217;ll see you somewhere when seasons unfold.</p>
<p>Dark Dark Dark gehören sicherlich zu den hörenswertesten Bands, die gemeinhin im New Weird America/Freak Folk-Genre angesiedelt werden, wobei sie auf ’Who Needs Who’ weniger “schräg“ klingen als auf ihren anderen Alben. Die Scheibe fußt auf dem sanften, melancholischen Klang des Klaviers, bietet aber immer noch so viele andere interessante Ideen, dass sie nie langweilig wird. Am Ende des Titeltracks etwa zieht das Tempo plötzlich an und die Bläser übernehmen das Kommando, bevor die Musik wieder in die schwermütige Ausgangsstimmung zurückfällt. “Hear Me“ ist eine Soundcollage aus Chorgesang, Trompete, dunklem Schlagzeug und widerhallenden Gitarreneffekten, die fast ohne Text auskommt; das wummernde “Without You“ erhält durch das Akkordeon Chansonflair.</p>
<p>Als Hörer kann man sich kaum vorstellen, wie es für die Invie und LaCount gewesen sein muss, dieses Album aufzunehmen. Man kann ihnen nur dankbar sein, dass sie es getan haben. ’Who Needs Who’ ist ein tief berührendes Werk voll wunderschöner Musik, die trotz des Schmerzes auch immer etwas Tröstendes hat. I will never get tired of singing you songs.<br />
[Danica Pieper] </p>
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		<title>Janosch Moldau &#8211; Lovestar</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Nov 2012 08:05:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bekannt vorkommen dürfte der Name Janosch Moldau deutschen Synthie-Pop und Dark Wave Liebhabern. Der 38jährige Ulmer war bereits als Support diverser Größen wie Mesh, Project Pitchfork oder De/Vision unterwegs und hat insbesondere mit seinem zweiten Album &#8216;Motel Songs&#8217; eine kleine Fangemeine um sich versammelt. Ähnlich wie bereits beim Vorgänger, so steht auch auf &#8216;Lovestar&#8217; der [...]]]></description>
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									</div></div><p><center><img src="http://www.sonic-reducer.de/Bilder/jmoldau.jpg" width="300"></center><br />
Bekannt vorkommen dürfte der Name Janosch Moldau deutschen Synthie-Pop und Dark Wave Liebhabern. Der 38jährige Ulmer war bereits als Support diverser Größen wie Mesh, Project Pitchfork oder De/Vision unterwegs und hat insbesondere mit seinem zweiten Album &#8216;Motel Songs&#8217; eine kleine Fangemeine um sich versammelt. <span id="more-5469"></span></p>
<p>Ähnlich wie bereits beim Vorgänger, so steht auch auf &#8216;Lovestar&#8217; der Song im Mittelpunkt. Das technoide Bollwerk, das sein Debüt Redeemer so mechanisch und sperrig wirken ließ, wird auf &#8216;Lovestar&#8217; endgültig durchbrochen und macht einem elektronischen Sound platz, der die Songstrukturen weiter in den Vordergrund rückt und die Stücke dadurch wärmer wirken lässt. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Titeltrack, der als perfekte Synthie-Ballade durchgeht. Auch Roboter haben also Gefühle. Die große Referenz sind auch diesmal wieder Martin Gore und Depeche Mode. Dabei orientiert er sich nicht unbedingt an dem schmutzig lüsternen Lack-und-Leder Rock der &#8220;Songs Of Faith And Devotion&#8221; Phase, Songs wie &#8216;The Second Best&#8217; schmiegen sich da schon eher an die letzten Werken der Band aus Essex. </p>
<p><iframe width="550" height="305" src="http://www.youtube.com/embed/TglNpPC4-tA" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Bei all dem Tristesse- und Melancholie-Genuddel schafft er es den Hörer immer mal wieder mit interessanten Brüchen und Midtempo-Passagen an sich zu fesseln. Das handwerkliche Können kann man dem Musikdozenten nicht absprechen. So vertritt er gekonnt die elektronischen Tugenden und lässt die Platte nur ganz selten in´s Ermüdende abgleiten. Wer Freude an Synthie-Pop hat, sollte dem Underdog aus Ulm also eine Chance geben und den Liebesstern entdecken.<br />
[Sebastian Jegorow]</p>
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		<item>
		<title>Impressum</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Nov 2012 11:59:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Magazin Der Sonic Reducer ist ein unabhängiges Kulturmagazin, das im Abstand von drei Monaten im PDF-Format erscheint und zudem über die Internetseite aktuelle Musik, Filme und Literatur vorstellt. Kurzinformationen zu den zuständigen Autoren befinden sich im Impressum der einzelnen Ausgaben Anschrift Sonic Reducer Sebastian Jegorow Postfach 10 12 13 44712 Bochum e-mail: redaktion@sonic-reducer.de Inhalt [...]]]></description>
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<p>Der Sonic Reducer ist ein unabhängiges Kulturmagazin, das im Abstand von drei Monaten im PDF-Format erscheint und zudem über die Internetseite aktuelle Musik, Filme und Literatur vorstellt. Kurzinformationen zu den zuständigen Autoren befinden sich im Impressum der einzelnen Ausgaben</p>
<p><b>Anschrift</b><br />
Sonic Reducer<br />
Sebastian Jegorow<br />
Postfach 10 12 13<br />
44712 Bochum<br />
<br />
e-mail: redaktion@sonic-reducer.de</font><br />
<br />
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		<title>The Velvet Underground &#8211; The Velvet Underground &amp; Nico 45th Anniversary</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Nov 2012 16:18:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[CD-Reviews]]></category>
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		<category><![CDATA[Velvet Underground]]></category>
		<category><![CDATA[Velvet Underground & Nico]]></category>
		<category><![CDATA[Warhol]]></category>

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		<description><![CDATA[Die berühmteste Popart-Banane der Welt wird 45. Zeit einen der ganz großen Rock-Klassiker zu würdigen. Passend hierzu erscheint nun ein Deluxe Edition des Velvet Underground Klassikers. Als Andy Warhol 1965 auf Lou Reed und John Cale traf und sie daraufhin bei ihren ersten Schritten im Musikbusiness begleitete, hätte er wohl nicht gedacht, dass die neu [...]]]></description>
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Die berühmteste Popart-Banane der Welt wird 45. Zeit einen der ganz großen Rock-Klassiker zu würdigen. Passend hierzu erscheint nun ein Deluxe Edition des Velvet Underground Klassikers.<span id="more-5445"></span></p>
<p>Als Andy Warhol 1965 auf Lou Reed und John Cale traf und sie daraufhin bei ihren ersten Schritten im Musikbusiness begleitete, hätte er wohl nicht gedacht, dass die neu gegründeten Velvet Underground sich zu den Herzschrittmachern der Rockmusik entwickeln und bis in das 21. Jahrhundert hinein großen Einfluss auf die Kultur haben würden. Brian Eno sagte hierzu einst: “Only five thousand people ever bought a Velvet Underground album, but every single one of them started a band”. Warhol brachte die Band mit Nico zusammen, gab ihrer Musik im Rahmen der &#8216;Exploding Plastic Inevitable&#8217; Multimedia-Events ein Zuhause und wurde ihr Manager. Das Ergebnis war ein Kunstprodukt, das selbst die größten Kunstprodukte unserer Popkultur erschuf. </p>
<p>Passend zum Titel &#8216;Peel Slowly&#8217; beginnt die Enthüllung der Band auf ihrem Debütalbum mit dem verträumten Song &#8216;Sunday Morning&#8217;, der ursprünglich von Nico gesungen wurde. Bei den Aufnahmen setzte sich Lou Reeds markante Stimme jedoch durch. Mit &#8216;I´m Waiting For My Man&#8221; nimmt die Band beim zweiten Track Tempo auf. Der Song, der in den nachfolgenden Jahrzehnten zur Hymne zahlreicher einsamer Mädchen werden sollte, handelt eigentlich vom warten auf den Drogendealer auf den Straßen von New York. Insbesondere hier und in &#8216;Run, Run, Run&#8217; klingt nicht nur im Text der Einfluss der Stadt New York City durch. Der Lärm, der rauhe Unterton, die Schönheit, die Bewegung; all die Elemente, die später von Bands wie Sonic Youth weitergetrieben wurden, werden auf diesem Album zu einem identitätsstiftenden Element der Band. Sophisticated Rock trifft all dies wohl ebenso gut wie die Nennung der Heimatstadt New York City. Das Album fällt mit zahlreichen Tempowechseln überaus abwechslungsreich aus. Es wurde 1967, als flaches Konservengedudel der Monkees die Charts beherrschte, jedoch fast völlig übersehen. Und der Gast? Nico übernimmt in einigen Songs die Lead Vocals und verleiht Songs wie &#8216;Femme Fatale&#8217;, &#8216;All Tomorrow&#8217;s Parties&#8217; und insbesondere &#8216;I´ll Be Your Mirror&#8217; ihren eigentümlichen Ton.</p>
<p>Der Re-Release zum 45. Jubiläum wird einer schlichten Deluxe Edition und einem Super Deluxe Package angeboten. Die 2 CD Deluxe Edition beinhaltet den Klassiker im bereits bekannten Stereo Mix, mit einem interessanten Booklet und zahlreiche Bonus Tracks. Zu den Highlights zählen insbesondere die verschiedenen Versionen von &#8216;All Tomorrow&#8217;s Parties&#8217; und die Aufnahme des Songs &#8216;There She Goes Again&#8217; aus dem berühmten The Factory Proberaum. Die Super Deluxe Edition ist ein Rundumsorglos-Paket, das sich über 6 CDs und ein erstreckt. Selbst an die hinzunahme des Nico-Debüts &#8216;Chelsea Girl&#8217; hat man hierbei gedacht. Fans der Band und junge Musikliebhaber, die eine Lehrstunde in Sachen Rockgeschichte nehmen möchten, können hier blind zugreifen.<br />
[Sebastian Jegorow]</p>
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		<title>Tim Hardin</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Nov 2012 14:03:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Portrait]]></category>
		<category><![CDATA[last concert]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Hardin]]></category>
		<category><![CDATA[Woodstock]]></category>

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		<description><![CDATA[Hin und wieder vergisst die Musikgeschichte ihre größten Helden. Nach und nach werden sie immer seltener erwähnt, bis sie langsam in Vergessenheit geraten. So ist es beinahe mit Tim Hardin geschehen. Der einst einflussreiche Songwriter, dessen Songs von Künstlern wie Nico ("Eulogy To Lenny Bruce"), Scott Walker ("Lady Came From Baltimore") und Bob Dylan ("If I Were A Carpenter") gecovert wurden, wird in den Rock- und Folk-Chroniken nur noch in Fusszeilen erwähnt. In diversen Standartwerken, die die Musik der 60er und 70er einfangen, wird er nicht einmal genannt. Dabei ist die Entdeckung seiner Musik mehr als empfehlenswert.]]></description>
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									</div></div><p><center><img src="http://www.sonic-reducer.de/Bilder/hardin2.jpg" width="430" alt="Tim Hardin"></center><br />
Hin und wieder vergisst die Musikgeschichte ihre größten Helden. Nach und nach werden sie immer seltener erwähnt, bis sie langsam in Vergessenheit geraten. So ist es beinahe mit Tim Hardin geschehen. Der einst einflussreiche Songwriter, dessen Songs von Künstlern wie Nico (&#8220;Eulogy To Lenny Bruce&#8221;), Scott Walker (&#8220;Lady Came From Baltimore&#8221;) und Bob Dylan (&#8220;If I Were A Carpenter&#8221;) gecovert wurden, wird in den Rock- und Folk-Chroniken nur noch in Fusszeilen erwähnt. In diversen Standartwerken, die die Musik der 60er und 70er einfangen, wird er nicht einmal genannt. Dabei ist die Entdeckung seiner Musik mehr als empfehlenswert.<span id="more-3316"></span><br />
<br />
Geboren wurde Timothy James Hardin 1941 in Eugene, Oregon. Nachdem er bereits mit 18 Jahren die Schule verliess, verbrachte er einige Jahre als Marine in Vietnam. Dort begegnete er ebenfalls den Drogen, die ihn sein übriges Leben lang begleiten und ihm schließlich das Genick brechen sollten. In den 60ern verbrachte er mehrere Jahre im legendären Greenwich Village und war dort Teil der blühenden Folk Szene. Auch beim legendären Woodstock stand Tim Hardin auf der Bühne. Der Auftritt gilt jedoch zu den Schwachpunkten des Festivals. Oft werden hierbei die Drogen als Hauptgrund genannt. Schließlich stünde er den gesamten Tag lang unter Einfluss von Drogen, weshalb sein Auftritt ebenfalls auf die späten Abendstunden verlegt wurde. Dabei lag Hardins mäßige Leistung insbesondere am Sound. Der Musiker kämpfte vom ersten Ton an gegen Feedbacks und den miserablen Ton auf der Bühne und spielte sich durch ein kurzes Set aus 10 Songs.<br />
<br />
Bereits während der Aufnahmen seiner ersten beiden &#8211; und auch erfolgreichsten Alben &#8211; &#8220;Tim Hardin 1&#8243; und &#8220;Tim Hardin 2&#8243; litt der Musiker unter seiner Drogensucht. Konzentrationsschwächen und schlicht geistige Abwesenheit machten die Aufnahmen immer wieder zu einem Problem. Einige Streicherarrangements auf dem ersten Album wurden vom Produzenten hinzugefügt und von Tim Hardin im Anschluss verteufelt. Teilweise konnte sich Hardin hierbei nicht einmal an die Aufnahme der Songs erinnern. Umso erstaunlicher ist das homogene und überwältigende Ergebnis, das Tim Hardin und sein Produzententeam auf diesen beiden Alben abgeliefert hat. Stücke wie &#8220;Green Rocky Road&#8221; zeichnen einen sanften Folk, der aufgrund des Gesangs immer wieder an Soulmusik angrenzt. Im Anschluss an das Livealbum &#8220;Tim Hardin 3&#8243; folgte mit &#8220;Tim Hardin 4&#8243; eine Platte, auf der sich Tim Hardin zum ersten mal mehr mit dem Blues beschäftigt hat.<br />
<br />
Zu den beeindruckendsten Werken gehört &#8220;Suite for Susan Moore and Damion-We Are-One, All in One&#8221;. Um die hellen Momente Tim Hardins direkt einzufangen und die Störung durch den Drogenkonsum so gering wie möglich zu halten, wurde das Album in Tim Hardins Haus aufgenommen und die Aufnahmen in ihrer rohen Schönheit belassen. Hier wechseln sich die Songs des Künstlers mit Spoken Word Passagen. Was auf dieses Glanzstück folgte waren starke Drogenprobleme und unkreative Alben wie &#8220;Nine&#8221; oder &#8220;Painted Head&#8221;. Im Anschluss an &#8220;Nine&#8221;, das 1973 erschien, zog sich der Musiker gezwungenermassen zurück. Kurz vor seinem Tod spielte Tim Hardin das legendäre &#8220;The Homecoming Concert&#8221;, das von seinem Freund Phil Freeman organisiert wurde. Hier erleben wir einen deutlich mitgenommenen Künstler, der jedoch noch immer unheimlich viel Charme und Vitalität versprüht. Das Konzert wurde posthum veröffentlicht und zählt neben des unvollendeten Albums &#8220;Unforgiven&#8221;, das fast schon die Leichtigkeit und den Glanz alter Tage hervorruft, zu den wenigen Spätwerken Hardins. 1980 starb Tim Hardin an einer Überdosis Heroin und Morphin.<br />
[Sebastian Jegorow] </p>
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		<title>Sera Cahoone &#8211; Deer Creek Canyon</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Oct 2012 10:32:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[CD-Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Album]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Of Horses]]></category>
		<category><![CDATA[Carissa's Wierd]]></category>
		<category><![CDATA[Deer Creek Canyon]]></category>
		<category><![CDATA[Sera Cahoone]]></category>
		<category><![CDATA[Sub Pop]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sonic-reducer.de/?p=4958</guid>
		<description><![CDATA[Sera Cahoone ist der kleine Juwel im gewaltigen Sub Pop Reich. Die Songwriterin, die einst das Schlagzeug bei Carissa's Wierd bediente und nebenbei Drummerin der Band Of Horses ist, sucht als Solokünstlerin seit 2006 immer wieder das Schöne im Einfachen. Und findet es auch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="fcbk_share"><div class="fcbk_like">
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									</div></div><p><center><img src="http://www.sonic-reducer.de/bilderreviews/seracreek.jpg" alt="seracreek" width="300"></center><br />
Sera Cahoone ist der kleine Juwel im gewaltigen Sub Pop Reich. Die Songwriterin, die einst das Schlagzeug bei Carissa&#8217;s Wierd bediente und nebenbei Drummerin der Band Of Horses ist, sucht als Solokünstlerin seit 2006 immer wieder das Schöne im Einfachen. Und findet es auch.<span id="more-4958"></span></p>
<p>Auch ihr neuestes Album &#8216;Deer Creek Canyon&#8217; ist für Country- und Folk-Liebhaber ein emotionales Festmahl. Die zwölf Stücke hat Sera Cahoone bereits im vergangenen Jahr auf kleinen Festivals wie dem Doe Bay Music Festival vorgestellt und kurze Zeit später in den Bear Creek Studios in Woodinville, Washington aufgenommen. Und ach, was soll man hier schon über das Album schreiben. Es ist verdammt gut und es schließt nahtlos an den gemütlichen Countryfolk von &#8216;Only As The Day Is Long&#8217; an. Wer von Sera Cahoone eine Neuerfindung ihres Sounds erwartet hat, macht sich zum Löffel. Wozu zum Teufel etwas derart Gutes ändern?</p>
<p><center><iframe width="430" height="270" src="http://www.youtube.com/embed/1qzMGsEoy0w" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></center></p>
<p>Im Rahmen der zwölf neuen Songs trabt sie wieder in Begleitung ihrer Band gemütlich vor sich hin. Hin und wieder zieht sie das Tempo an und läßt sich von der Spielfreude ihrer Begleitband leiten und manchmal läßt sie alle hinter sich und spielt sanft und leise, als würde sie damit im Wald die Rehe nicht verschrecken wollen. Mehr als einmal entlockt sie dem Hörer ein <i>Hach, wie toll</i>. Beispielsweise, wenn Sie in &#8216;Shakin&#8217; Hands&#8217; die Zeilen <i>My friends are all here having a good time, but I just want to get lost in you for days</i> anstimmt. Insbesondere mit den Höhepunkten &#8216;Worry All Your Life&#8217; und &#8216;Naked&#8217; gibt es hier Songs, die mit ihren frühen Großtaten wie dem &#8216;Hotel Song&#8217; &#8216;You Might As Well&#8217; oder &#8216;Baker Lake&#8217; in einer Liga spielen können.</p>
<p>Unaufgeregt, subtil, schön.<br />
[Sebastian Jegorow] </p>
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