The Rumble Strips - Welcome To The Walk Alone

Auf gute Plattencover ist doch meist verlass. So zum Beispiel das Cover des Rumble Strips Debüts “Girls & Weather”, das mich 2003 zum Kauf des Albums bewegte. Die Musik der Neo-Soul-Orchestral-Undgottweißwassonstnoch-Britpopper war wie erwartet schrullig, wuchtig, schön. Zuletzt war das Quintett aus London der wahre Höhepunkt der Mando Diao Konzerte in Deutschland und nun veröffentlicht die Band ihr zweites Album “Welcome To The Walk Alone”.
Auch das Cover der zweiten Rumble Strips Platte kann man als Eyecatcher bezeichnen. Die Musiker, die sich bereits seit ihrer Sandkasten-Zeit kennen, reihen sich mit dem kunterbunten Sound ihres neuen Albums irgendwo zwischen die schöne Theatralik der Divine Comedy und den catchy Rotz der seligen Dogs Die In Hot Cars (R.I.P.). Konsequent britisch und konsequent ausgelassen zelebrieren die fünf Musiker hier erhabene Melodiebögen in recht direkten Songs. Klassischer Indie-Pop mit Pauken, Bläsern und sonstigem Orchestralgedöns ist das. Nummern wie “Not The Only Person” oder “London” lassen vielleicht den endgültigen Killerinstinkt des Vorgängers vermissen, bringen jedoch trotzdem viel Vergnügen.
Man liest die Promoinfo, die Sänger Charlie Waller mit den Zeilen „Dieses Album klingt so, wie wir in unseren Köpfen schon immer geklungen haben“ zitiert, und fragt sich wie groß die Köpfe sein müßen, die all das Gewusel beinhalten. Da ist doch ein Synapsenkoller vorprogrammiert. Doch die Rumble Strips schaffen es recht souverän die Songs ohne große Stolpersteine auf´s Album zu bannen und sich ohne große Umwege in den Gehörgängen festzusetzen.
Mit “Welcome To The Walk Alone” ist den Rumble Strips ein gelungenes Comeback gelungen, das den anhaltenden Schmerz über die Trennung der Dogs Die In Hot Cars halbwegs mindert.
[Sebastian Jegorow]
´Dezember 2, 2009













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