An sich kann man die Thermals auch Hutch & Kathy mit dem Typen, der gerade Schlagzeug spielt, nennen. Mehrmals wechselte das Duo bereits den Schlagzeuger. Neuester Trommler ist der Say Hi Drummer Westin Glass. An sich ist dies aber eben recht schnuppe. Nun präsentiert die Band ihr drittes Album, das schlicht “Now We Can See” heißt.
Wer schon einmal in einem alten leerstehenden Haus stand, kann die Magie nachvollziehen, der Brendan Canty beim Entwickeln der Idee für die “Burn To Shine” DVD-Reihe verfallen ist. Hier und da sind kleine Spuren der Bewohner zu sehen, kleine Malspuren an der Tür oder Möbelreste, die ihre eigene Geschichte erzählen.
Erinnern wir uns an die schönsten Regentage. Als Soundtrack dieses Kopfkinos läuft dabei entweder eines der ersten Sophia Alben oder eben eine Platte, an der Hope Sandoval beteiligt ist. In den Songs von Hope Sandoval und ihren wechselnden Mitstreitern steckt stets etwas zeitloses, das selbst die alten Mazzy Star Platten im Jahre 2009 hörenswert macht. Nun veröffentlicht die Songwriterin aus LA ihr neues Album.
Jesy Fortino aka Tiny Vipers ist Seattle. Ihr Sound ist wohl das, was zwangsläufg dabei herauskommt, wenn man eine talentierte Musikerin zwischen der Stille der hohen Wälder und dem urbanen Treiben um die Space Needle, zwischen der verregneten Melancholie der Stadt und dem bedingungslosen Treiben der Industrie, zwischen dem Nachhall der Schrotfinte 1994 und dem nebengeräuschen der Apple IPods 2008 aussetzt und Songs schreiben läßt. Eine Postkarte aus Seattle, die den ständigen Wandel aus Ebbe und Flut, den die Stadt in den vergangenen Jahrzehnten durchlebte und die Ambivalenz aus Isolation und High-End Life in Musik fasst.
Den Namen Allan Weisbecker habt ihr noch nie gehört? Keine Angst, das geht vielen so.
Den amerikanischen Schriftsteller, Fotograf, Journalist und Drehbuchautor, der in diesem Januar 61 Jahre alt wurde, kennen trotzdem etliche ohne es zu wissen – nämlich aus dem Abspann der US-Serie Miami Vice, für die er als Autor an der ersten Staffel mitwirkte. Prädestiniert für die Geschichten der Krimiserie am Rande der Karibik war Weisbecker durch seine Vergangenheit: Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich zeitweise als Drogenschmuggler, sein Operationsgebiet lag zwischen Kolumbien und New York.
Seit einem Jahr dreht es sich nun pausenlos im CD-Player und zählt neben dem Flowers From The Man Who Shot Your Cousin Debüt, das noch auf seine Entdeckung wartet, zu den liebsten Frankreich-Importen. Und nun soll “My Friends All Died In A Plane Crash” auch in deutschen Plattenläden stehen!
Es war einer dieser wundervollen Bildschirmmomente. Man stöbert im Internet nach neuer Musik, fndet etwas halbwegs Brauchbares – an das man sich jetzt schon gar nicht mehr erinnern kann – und gelangt von dort zu irgendeiner befreundeten Band.
Sie sind eine Rarität. Diese unantastbaren Namen der Musikszene, die souverän über sämtlichen Szenen und Trends stehen, und ein unanfechtbares Image besitzen. Zum einen, weil sie mit all dem Pop-Schmu nichts zu tun haben, und zum anderen, da nur eine kleine Anzahl von Menschen die Musik nachvollziehen kann und die Geduld aufbringt sich mit ihr auseinanderzusetzen.
Von Schweizer Schokolade, Barbaren in Jogginghosen und warum Kinderschuhe ganz schön cool sein können.