⇒ Jonas Mekas

Der Filmkünstler Jonas Mekas zählt zu den Herzschrittmachern des Undergroundkinos und zu den wichtigsten Zeitzeugen des 20. Jahrhunderts. Sein Selbstverständnis als Filmkünstler subsumierte der alte Mann mit der Bolex Kamera einst mit den Worten “I am not a film director because I direct nothing. I just keep filming”. [»]
⇒ Phish

Phish einmal live erleben. Ein großer Wunsch. 1998 hätte gar nicht viel gefehlt. Mein Ziel war Alpine Valley, die Pläne geschmiedet, die Vorbereitungen getroffen, die knapp zwei Autostunden, die vor uns lagen, das Einzige was uns noch von “Character Zero“, “Wilson“ oder “Chalk Dust Torture“ trennte. Und dann die Hiobsbotschaft: Unser Fahrer ist abgesprungen, Alpine Valley muss geknickt werden! So nah sollte ich dem Besuch eines Phish-Konzerts nie mehr kommen. 2004 lösten sich die Herren Anastasio, Gordon, Fishman und McConnell dann auf – das verpasste Konzert in East Troy, Wisconsin wog von nun an noch schwerer. Die „Diese Band werde ich wohl nie live sehen“-Skala wurde um einen Namen länger. [»]
⇒ Hope Sandoval & The Warm Inventions

Erinnern wir uns an die schönsten Regentage. Als Soundtrack dieses Kopfkinos läuft dabei entweder eines der ersten Sophia Alben oder eben eine Platte, an der Hope Sandoval beteiligt ist. In den Songs von Hope Sandoval und ihren wechselnden Mitstreitern steckt stets etwas zeitloses, das selbst die alten Mazzy Star Platten im Jahre 2009 hörenswert macht. Nun veröffentlicht die Songwriterin aus LA ihr neues Album. [»]
⇒ River Phoenix

Hollywood, das Monster, wie es Jack Nicholson einst treffend ausdrückte, müsse bekämpft, bezwungen und gewisse Regeln eingehalten werden, wer dies nicht tue, werde nur zu leicht davon gespült. Und ganz wohlgefühlt hat er sich dort nie: Die Nachricht vom Tode River Phoenix´ kam für viele nicht überraschend. Tod auf dem Sunset Boulevard. Überdosis. 23 Jahre alt. Wer wird schon gerne als der nächste James Dean gehandelt? Hollywood, was tust du deinen Kindern an? [»]
⇒ The Thermals

An sich kann man die Thermals auch Hutch & Kathy mit dem Typen, der gerade Schlagzeug spielt, nennen. Mehrmals wechselte das Duo bereits den Schlagzeuger. Neuester Trommler ist der Say Hi Drummer Westin Glass. An sich ist dies aber eben recht schnuppe. Nun präsentiert die Band ihr drittes Album, das schlicht “Now We Can See” heißt. [»]
⇒ Burn To Shine

Wer schon einmal in einem alten leerstehenden Haus stand, kann die Magie nachvollziehen, der Brendan Canty beim Entwickeln der Idee für die “Burn To Shine” DVD-Reihe verfallen ist. Hier und da sind kleine Spuren der Bewohner zu sehen, kleine Malspuren an der Tür oder Möbelreste, die ihre eigene Geschichte erzählen.
⇒ Tiny Vipers

Jesy Fortino aka Tiny Vipers ist Seattle. Ihr Sound ist wohl das, was zwangsläufg dabei herauskommt, wenn man eine talentierte Musikerin zwischen der Stille der hohen Wälder und dem urbanen Treiben um die Space Needle, zwischen der verregneten Melancholie der Stadt und dem bedingungslosen Treiben der Industrie, zwischen dem Nachhall der Schrotfinte 1994 und dem nebengeräuschen der Apple IPods 2008 aussetzt und Songs schreiben läßt. Eine Postkarte aus Seattle, die den ständigen Wandel aus Ebbe und Flut, den die Stadt in den vergangenen Jahrzehnten durchlebte und die Ambivalenz aus Isolation und High-End Life in Musik fasst.
⇒ Allan C. Weisbecker

Den Namen Allan Weisbecker habt ihr noch nie gehört? Keine Angst, das geht vielen so.
Den amerikanischen Schriftsteller, Fotograf, Journalist und Drehbuchautor, der in diesem Januar 61 Jahre alt wurde, kennen trotzdem etliche ohne es zu wissen – nämlich aus dem Abspann der US-Serie Miami Vice, für die er als Autor an der ersten Staffel mitwirkte. Prädestiniert für die Geschichten der Krimiserie am Rande der Karibik war Weisbecker durch seine Vergangenheit: Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich zeitweise als Drogenschmuggler, sein Operationsgebiet lag zwischen Kolumbien und New York. [»]
⇒ Cocoon

Seit einem Jahr dreht es sich nun pausenlos im CD-Player und zählt neben dem Flowers From The Man Who Shot Your Cousin Debüt, das noch auf seine Entdeckung wartet, zu den liebsten Frankreich-Importen. Und nun soll “My Friends All Died In A Plane Crash” auch in deutschen Plattenläden stehen! [»]
⇒ Delta Spirit

Es war einer dieser wundervollen Bildschirmmomente. Man stöbert im Internet nach neuer Musik, fndet etwas halbwegs Brauchbares – an das man sich jetzt schon gar nicht mehr erinnern kann – und gelangt von dort zu irgendeiner befreundeten Band. [»]
⇒ Squarepusher

Sie sind eine Rarität. Diese unantastbaren Namen der Musikszene, die souverän über sämtlichen Szenen und Trends stehen, und ein unanfechtbares Image besitzen. Zum einen, weil sie mit all dem Pop-Schmu nichts zu tun haben, und zum anderen, da nur eine kleine Anzahl von Menschen die Musik nachvollziehen kann und die Geduld aufbringt sich mit ihr auseinanderzusetzen. [»]
⇒ Montevideo

Von Schweizer Schokolade, Barbaren in Jogginghosen und warum Kinderschuhe ganz schön cool sein können. [»]
⇒ Andre Herman Dune alias Stanley Brinks

Andre Herman Dune alias Ben Dope alias Ben Haschisch alias Klaus Bong… Beim Output des ehemaligen Herman Dune Mitglieds stinken selbst arbeitswütige Musiker wie Ryan Adams oder Joseph Arthur ab. Der Songwriter nahm bereits zu seinen Zeiten bei Herman Dune unabhängig vom Interesse der Fans teilweise wöchentlich neue Alben und EPs auf. Mit dabei sind Dido-Cover, Sauna-Aufnahmen und unfassbar zauberhafte Duette mit Clemence Freschard (♥) und David Tattersall, dem Sänger der Wave Pictures (♥). Nun meldet er sich nach dem Ausstieg bei Herman Dune mit seinem neuen/alten Geniestreich wieder. [»]
⇒ Kitty, Daisy and Lewis

Darüber wie die Jugend heutzutage Coolness deiniert wurde oft genug hier und da referiert. Die drei Geschwister Kitty, Daisy und Lewis haben mit all dem Schmu nichts am Hut. Sie kehren der modernen Musik den Rücken, deinieren Coolness für sich neu und könnten damit in Zukunft durchaus andere anstecken. Zum Missionieren verwenden Kitty, Daisy & Lewis ihre klassische Rock´n´Roll-Musik, die an einen alten verstaubten Vinyl-Fund auf Großmutters Dachboden erinnert. Keine dieser Indie-Wichsvorlagen, sondern ansteckende bluesige Rock´n´Roll Stampfer, die sich den vergangenen 40 Jahren konsequent verweigern. [»]
⇒ James Yorkston

Irgendwann vor nicht allzu langer Zeit traf ich auf einem Björn Kleinhenz Konzert eine Fotografin, die mir James Yorkston an´s Herz legte. Im Laufe des Abends schrieb sie den Namen James Yorkston auf einen alten Zettel, damit ich ihn nicht vergesse. Nachdem ich den Zettel zunächst irgendwo verbummelt hatte, fand ich ihn beim Umzug zwischen deprimierenden Kontoauszügen und verdrängten Postkarten wieder. [»]











