Übersicht der Beiträge: Literatur


Alain Badiou – Das Jahrhundert

Das Ende eines Jahrhunderts bietet sich für einen umfassenden Rückblick geradezu an. Der Schlußstrich gibt uns die Möglichkeit auf einen abgeschlossenen Vorgang zurückzublicken und Bilanz zu ziehen oder in die Zukunft zu blicken, die plötzlich in die Gegenwart übergeht.

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Sven Regener – Der kleine Bruder

Sven Regener, der mit seiner Alltagspoesie als Songwriter der ewigen Romantiker von Element Of Crime mal um mal Herzen flickt und den Soundtrack zu jedem Beziehungs-Anfang und -Ende deines Lebens beisteuert, hat einen neuen Roman.


Paul Auster – Reisen im Skriptorium

Paul Auster, der Liebling der Kritiker und modern ausgerichteter Literaturwissenschaftler, hat für sein Buchprojekt “Reisen im Skriptorium” nicht nur positive Resonanz erfahren. So sei das Buch nur etwas für Hardcore-Fans und würde sich wie Kaugummi ziehen. Umso erstaunlicher, dass es dem hier berichtenden Leser, der sonst angesichts einer typischen Auster Geschichte recht gelangweilt drein schaut, sehr beeindruckt hat.

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David Ignatow

Die Literaturkritik und die Arbeit der Verlage sind stets gnadenlose Biester. Elitär wird hierbei beurteilt welche Werke überleben sollen und welche mit der Zeit dem Schicksal erleiden dürfen langsam zu erlischen und in Vergessenheit zu geraten. Diese Filterinstanz hat sicherlich viele positive Aspekte.


Raymond Carver 2

In meiner Lieblingsgeschichte von Raymond Carver wird ein Mann von einem Hausierer ohne Hände besucht, der Polaroids von Häusern macht und diese an die Besitzer verkauft. Am Ende dieser sonderbar ruhigen Erzählung, die sich über drei Seiten erstreckt, läßt sich der Mann fotografieren, während er auf dem Dach des Hauses Steine wirft so weit er kann.

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Uwe Timm – Der Freund und der Fremde

Der Student Benno Ohnesorg wurde bei einer Demonstration gegen den damaligen Schah von Persien am 2. Juni 1967 von einem Polizisten erschossen. Dies sorgte daraufhin für größere Unruhen und Proteste der Studenten. Uwe Timm schreibt hier über die Zeit vor und nach Benno Ohnesorgs Tod als ein Freund. In dem Roman wird die Vergangenheit des Erzählers und Benno Ohnesorgs beschrieben.


Joseph Conrad – Freya von den sieben Inseln

Wer sich in seinem Studium mit der Literaturwissenschaft beschäftigt, kommt wohl an dem Amerikaner Joseph Conrad nicht vorbei. Natürlich ist das erste Buch, das einem dabei in den Sinn kommt, der Klassiker „Heart Of Darkness“ (dicht gefolgt von „Lord Jim“). Dass der Autor unzählige weitere beeindruckende Erzählungen schrieb, rückt da fast schon in den Hintergrund.

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Denis Johnson – Train Dreams

In seinem neuen Roman erzählt der Autor Denis Johnson die Lebensgeschichte eines schlichten Tagelöhners Robert Grainier am Anfang des 20. Jahrhunderts. Wir befinden uns nachts mitten im Nirgendwo und werden vom Lagerfeuer gewärmt. Im Dunkeln der Nacht sehen wir einzig und allein das schwache Feuer und Denis Johnsons bärtiges Gesicht.


Terezia Mora – Alle Tage

Die Erwartungen an den ersten Roman der Gewinnerin des Ingeborg-Bachmann Preises 1999 waren hoch gesteckt. Groß war schließlich das Lob und beeindruckend ihre Erzählungen in dem Debüt Seltsame Materie. Mit Alle Tage beantwortet die in Ungarn geborene Autorin die Frage, ob sie den Erwartungen gerecht werden kann. Alle Tage beginnt mit einem dem Leser fremden Menschen, der Abel Nema heißt und kopfüber an einem Klettergerüst hängt.

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Tony Kushner – Angels In America

Es gibt leichtere Unternehmungen, als ein kompliziertes, episches Theaterstück über Leben, Hoffnung und Fortschritt zu einem Film oder einem Fernsehmehrteiler zu transformieren. Robert Altman scheiterte in den 90er Jahren mit seiner Idee Tony Kushners Angels In America für die „große Leinwand“ zu adaptieren.


Mark Haddon – Supergute Tage…

Wenn ein Autor plötzlich für sein neues Werk in jedem Buchladen einen eigenen Tisch freigeräumt bekommt und seine Meinung die Klappentexte von anderen Neuerscheinungen ziert, dann hat dieser Autor sicher kürzlich einen echten Hit verfasst und wahrscheinlich den ein oder anderen Preis dafür gewonnen.

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Jonathan Safran Foer

Obwohl geboren und aufgewachsen in Washington, D.C., lebt Jonathan Safran Foer heute, zusammen mit Frau und Kind, in New York. Eine Stadt, die, so wie sie ist, auch sehr viel besser zu ihm passt. Voller Leben, voller Verspieltheit, in jedem Fall etwas verwirrend und für so manchen Kritiker auch zu voll von allem.