Übersicht der Beiträge: CD-Reviews


James McCartney – The Blackberry Train

Es fährt ein Zug nach Nirgendwo. Mit dem unscheinbaren Artwork und dem schwere Erbe seiner Beatles-Wurzeln hat es James McCartney sicherlich nicht einfach. Trotzdem bekommt der Sohn des Pilzkopfes aller Pilzköpfe elegant die Kurve und liefert ein sauberes Rock’n’Roll Album ab. Der Musiker wurde im Flügelschlag seiner Eltern Linda und Paul McCartney musikalisch sozialisiert und lässt dies auch auf seinem zweiten Album immer wieder durchklingen. […]

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Mike & The Melvins – Three Men And A Baby

Warum die Melvins und Mike Kunka ihr Album nach dem Leonard Nimoy Trashklassiker benannt haben? Was es mit dem blutrünstigen Pudel im Artwork auf sich hat? Erst jetzt Sub Pop? Und warum zum Teufel dieses Album mehr als 16 Jahre nach den Aufnahmesessions auf den Markt kommt? Ach, was weiß ich. Solche Dinge fragt man sich bei den Melvins doch lange nicht mehr. Man erfreut […]


Damien Jurado – Visions Of Us On The Land

Mit Visions Of Us On The Land vollendet der Songwriter Damien Jurado seine epische Maraqopa-Trilogie. Wie Travis Henderson in Paris, Texas ist er mit Maraqopa aus seiner alten musikalischen Heimat geflohen und fand in einem Meer aus Psychedelia ein neues Zuhause. Jurado ist im Laufe der letzten 30 Jahre einen langen Weg gegangen. Er war einst der introvertierte Grundschullehrer, der in seiner Freizeit stoisch auf […]

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bergen – Zeiten für Kerle

Irgendwo ist etwas schiefgelaufen. Das Land ist wieder geteilt, dein Leben erkennst du nicht mehr wieder und musst bei deinem Alter auch manchmal nachzählen. Keine Frage, die Zeiten für Kerle haben begonnen. Doch es sind vielleicht nicht die Kerle, nach den sich die Welt heutzutage sehnt, die hier gefragt sind. Keine Superhelden aus Blockbustern, keine Millionäre mit lustigen Haaren, keine populistischen Parteien, sondern Bands mit […]


DIIV – Is The Is Are

Wenn das Internet bei der Suche nach deinem Namen Mugshots und den Namen deiner Freundin in Verbindung mit Schlagwörtern wie Weight Loss und Drug Abuse ausspuckt, ist die Sache mit dem Rock’n’Roll Lifestyle verdammt in die Hose gegangen. So ist es (Zachary) Cole Smith vor 3 Jahren ergangen. Nach dem Erfolg des DIIV Debüts folgten private Abstürze, bei den er mit seiner Freundin Sky Ferreira […]

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Daughter – Not To Disappear

Daughter hier, Daughter dort. Das Trio aus London hat längst den Durchbruch geschafft. Das beachtliche Debüt If You Leave, der kleine Hit Youth und etwas Shoegazing haben gereicht, um den Nachfolger Not To Disappear ganz nach oben auf die Wunschzettel der Indie-Zielgruppe zu setzen. Und Not To Disappear ist exakt das, was man von dem Nachfolger eines If You Leave erwarten könnte: Elena Tonras Stimme, […]


Aidan Knight – Each Other

Auf seinem dritten Album lässt Aidan Knight die alte Überfragilität der Vorgänger fallen und liefert acht vielschichtige Popperlen ab. Die Aufnahmesessions zu Each Other waren ein mehr oder weniger entspannter Roadtrip durch die Musikstudios Kanadas. Passend dazu fällt das Ergebnis abwechslungsreich aus und vereint allseits bekannte Melancholie mit einigen beschwingten Melodien und Refrains, die ihre Arme weit ausbreiten. Meist gelingt Knight und seinen vier Mitmusikern […]

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Hinds – Leave Me Alone

Der Hypeblättchen liebste Girlband formerly known as Deers liefert das längst überfällige Debütalbum ab. Nach den vielversprechenden Demos versammelt die Gang aus Madrid auf Leave Me Alone zwölf charmant schlurfige Liebesgrüße aus der Garage. ​ Leave Me Alone ist eine illustre Sammlung eingängiger Garagerock-Nummern mit einem klaren Hang zum Retro-Chic. Das Quartett präsentiert sich dabei wie die perfekte Mischung aus Ex Hex und den Shangri-Las […]


Fleetwood Mac – Tusk

Das Album mit dem berühmtesten Hund der Pop-Geschichte seit Nipper wird im Rahmen einer umfangreichen Rundum-sorglos-Wiederveröffentlichung geehrt und liefert dank des Outtake Mixes Alternative Tusk besonders spannenden Mehrwert. Fleetwood Mac und Rumours mögen der Band zwar den großen Ruhm eingebracht haben und mit Hits wie You Can Go Your Own Way glänzen, doch einen Ehrenplatz in der Liste der Lieblingsalben der meisten Fleetwood Mac Fans […]

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André Bratten – Gode

Puh, hach Gottchen! Ein experimentelles Konzeptalbum, das sich mit den Lebensverhältnissen in Norwegen vor der Industrialisierung beschäftigt? Das klingt zunächst nach einer verdammt anstrengenden Angelegenheit. Der Osloer Produzent André Bratten insziniert das Thema jedoch im Rahmen einer vielschichtigen und über weite Strecken unterhaltsamen Platte, die immer wieder an den Genregrenzen kratzt. Auf Gode entfernt sich André Bratten etwas von der Disco-Linie seines ersten Longplayers Be […]


Jeffrey Lewis und sein „Manhattan“

Jeffrey Lewis ist mit seinem proppevollen Songkoffer durch die Welt gereist und hat dabei auf Fußböden und in Luxushotels geschlafen. Am Ende hat ihn sein Weg aber immer wieder nach Manhattan geführt. Auf seinen neuen Album erzählt uns der Songwriter einige persönliche Geschichten aus seiner Heimat. Doch was ist New York nun ohne Lou Reed? Wie war es für den DIY-Puristen mit einem erfahrenen Produzenten […]

New York, NY - August 18, 2015 - Musician and artist Jefrey Lewis photographed in New York City

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Pure Bathing Culture

Als Teil der Band Vetiver standen Sarah Versprille und Daniel Hindman noch in der zweiten Reihe und auf ihrem Debüt als Pure Bathing Culture tauchten sie ihre Melodien in ein Meer aus verträumten Backgrounds. Mit Pray For Rain tritt das Paar endgültig aus dem Schatten und schafft eine Gratwanderung aus persönlichen Texten und eingängigen Songs. Während des Pickathon Festivals 2011 in Portland konnte man Sarah […]


Der Bürgermeister der Nacht

Der Bürgermeister, aha der Bürgermeister! Die beiden Hanseaten Fynn Steiner und Joachim Franz Büchner treten mit Sprachanarchie und eingängigen Melodien in die Fußstapfen der Goldenen Zitronen oder Sterne, ohne dabei einfach nur faul auf den Schultern von Giganten zu reiten. © Robin Hinsch Dass hier etwas Spannendes unter dem Namen Der Bürgermeister der Nacht entsteht, konnte man bereits in den vergangenen Jahren vernehmen. So ist […]

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Enno Bunger – Flüssiges Glück

Frei nach dem alten Egoexpress-Motto „Man muss immer weiter durchbrechen“ tritt Enno Bunger aus dem ins Neonlicht und flirtet auf seinem lebensbejahenden dritten Album Flüssiges Glück mit elektronischen Klängen. Dabei beschallt er den intimen Raum seiner Kompositionen nun desöfteren mit Beats und füllt ihn mit sphärischen Clubklängen. Ein Grenzgang, an dem das Album jedoch keinesfalls zerreisst. Die Beats und der Sprechgesang sind willkommene Kontraste, die […]


Julia Holter – Have You In My Wilderness

Auf Have You In My Wilderness gibt sich Julia Holter federleicht, ohne ihre experimentelle Ader zu verengen oder sich zu begrenzen. Es ist eine erstaunliche Entwicklung, die Julia Holters Musik in den vergangenen 5 Jahren hinter sich gebracht hat. Von verkopften und zunächst schwer zugänglichen Homerecording-Experimenten hin zum betörenden Zauber ihres Loud City Sound Albums, hat sich die Songwriterin aus Kalifornien Album für Album weiterentwickelt. […]

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