Übersicht der Beiträge: CD-Reviews


The Courteeners – Mapping The Rendevous

Die alten „BUY BRITISH“ Sticker können wieder entstaubt werden. Mit ihrem neuen Album verfeinern die Courteeners ihren Sound und setzen auch außerhalb ihrer Heimat zum Überholmanöver an. Während sie in Deutschland noch als Geheimtipp durchgehen, füllen die Courteeners spätestens seit dem Erfolg ihres Modern Lover Albums im Vereinigten Königreich die ganz großen Hallen. Selbst ihr Idol Morrissey findet die Band aus Manchester recht dufte und […]

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Soft Hair – Soft Hair

Expect the unexpected. Als Ergebnis ihrer mehrjährigen Zusammenarbeit veröffentlichen Connan Mockasin und Sam Durst eine bunte Psychedelia-Bonbontüte voller Sonderbarkeiten. Auf dem gemeinsamen Debüt lässt das Duo die DNA beider Kollaborateure durchscheinen und vereint Sam Dursts groovelastigen Disco-Ansatz und Connan Mockasins Pop-Appeal. Klassische Songstrukturen sind dabei höchstens der Steigbügel in die Klangkollagen, an den Soft Hair seit ihrem ersten Zusammentreffen 2009 nebenbei gebastelt haben. Unterwegs ​halten […]


Wayne Graham – Mexico

Keine Ahnung wie die unbekannte Band aus Kenntucky ihren Weg nach Dresden fand. Wir sollten dem K&F Label jedoch für diese Americana-Entdeckung auf Knien danken. Wayne Graham war und ist ein Familienbetrieb. Die beiden Mitglieder sind verbrüdert, haben die Band nach ihrem Großvater benannt, ihre Mutter übernahm das Management und im Wohnzimmer hat das Duo die ersten musikalischen Gehschritte gewagt. 6 Jahre sind vergangen seit […]

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Preoccupations – Preoccupations

Die Band, die wir einst unter dem kontroversen Namen Viet Cong kannten, meldet sich einen Shitstorm später mit einem neuen Namen (na ja) und einem der wenigen wirklich spannenden Beiträge zum ewig andauernden Postpunk-Revival (hooray!) zurück. Es ist recht schnell klar, dass die vier Kanadier nicht nur an einem neuen Bandnamen getüftelt haben. Wo sie sich auf ihrem noiselastigen Debüt noch selbstzufrieden High Five gaben […]


Elias Krantz – Lifelines

Der Multi-Instrumentalist Elias Krantz hält nicht viel von Bombast und beschränkt die Tracklist seines dritten Albums auf zwei Stücke, die sich auf insgesamt knapp 40 Minuten breit machen. Doch der ausgenudelte Minimalismus-Begriff trifft es hier nicht ganz, denn in dem kleinen Rahmen der beiden Instrumentalstücke passiert so einiges. Der Begriff Patchwork, der auch der Titel der A-Seite ist, bringt es auf den Punkt. Lifelines ist […]

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Ryley Walker – Golden Sings That Have Been Sung

Für sein letztes Album Primrose Green scharte Ryley Walker seine Jazz-Freunde um sich und spielte ein phantastisches, rohes und unverfälschtes Album ein. Die Sorte Musik, die spontan aus sich selbst heraus zu entstehen scheint. Es wurde nichts poliert und geschliffen; die Splitter und Fasern blieben, wo sie sind. Das hatte diese unverfälschte, verspielte Energie, wie man sie schon seit Langem in der meisten, heutigen Musik […]


Japanese Breakfast – Psychopomp

Mit dem unwiderstehlichen Japanese Breakfast Debüt könnte Michelle Zauner der Durchbruch gelingen, der ihrem Hauptprojekt bisher verwehrt blieb. Die Musikerin aus Philadelphia benötigt nicht mehr als neun Stücke und die Länge einer guten Hardcore-Platte (also etwa 25 Minuten), um ihre Definition von Indie Pop auf den Punkt zu bringen. Die Songs sind desöfteren von einer leckeren Zuckerglasur überzogen und erinnern an ihren süßesten Stellen an […]

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Benjamin Francis Leftwich -After The Rain

In den vergangenen Jahren meinte es das Leben nicht gerade gut mit Benjamin Francis Leftwich. Der Songwriter aus New York verlor seinen Vater an Krebs und fiel daraufhin in ein tiefes Loch. Nun kehrt er nach einer 5-jährigen Pause mit einem wunderbar schlichten Folkalbum zurück. Es ist ein zartes und überaus fragiles Stück Musik, das Leftwich hier präsentiert. Die gehauchten Vocals erinnern an Sehnsuchts-Poeten wie […]


Dinosaur Jr. – Give A Gimpse Of What Yer Not 1

Nach einer vierjährigen Pause gibt es neues Songmaterial von der beständigsten Band der Welt. Der Saurier ist jedoch auch 2016 mehr als ein authentisches Souvenir der 90er. Natürlich ist auf Give A Glimpse Of What Yer Not vordergründig vieles – ach, eigentlich fast alles – nach der alten Dinosaur Jr. Musterschablone entstanden: direkt in die Vollen gehen, eingängigen Riff als Basis verwenden, Strophe, gute Hookline, […]

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Fuck Yeah – Fuck Yeah

Mag mag es kaum glauben, doch dieser Rock-Potpourri kommt tatsächlich aus Deutschland. Die vier Musiker aus München haben bereits einiges an Bühnenerfahrung vorzuweisen. Mit Ihrem Debüt als Fuck Yeah gibt es klare Rock-Gesten und kleine Songperlen. Bei der Band mit dem enthusiastischen Namen gilt das „What you see is what you get“ Prinzip. Die Tracklist gibt mit Songtiteln wie Fuck Yeah, C’Mon und Rock’n Roll […]


Four Tet – Randoms

Kieran Hebden hat ein neues Album und das gibt´s für lau. Dass es sich bei Randoms um eine Compilation an Raritäten handelt, tut der Freude keinen Abbruch. Mit seinem Four Tet Projekt hat Hebden offenbar sowieso das überwunden, was wir Musikbusiness nennen. Längst ist er in eine andere Sphäre getreten und interessiert sich weder bei seinen Veröffentlichungen noch bei seinen Live-Sets an die Gebote der […]

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The Julie Ruin – Hit Reset

Wenn sich die Ex-Bikini Killerin und Le Trigre Sängerin Kathleen Hanna mit einem neuen Julie Ruin Album zurückmeldet, dann horchen nicht nur die Riot-Grrrls auf. Im Laufe der Jahre ist ihr Alter Ego Soloprojekt zu einem Quintett angewachsen. An der Punk-Attitüde hat dies jedoch auch nach dem Reset nichts geändert. Viel Wasser ist den Bach herunter geronnen, seit Hanna mit Zines und Musikprojekten in den […]


The Avett Brothers – True Sadness

​Die Avett Brothers hatten wohl den Minimalismus alter Tage satt und geben sich auf ihrem neuen Album nach allen Seiten hin offen. Das findet man natürlich zunächst doof. Insbesondere, wenn man das rootgetreue I And Love And You zu seinen Lieblingen zählt. Wer sich jedoch auf die neue Seite der Avetts einlässt und sich aus dem Schmoll-Modus lösen kann, wird große Freude an True Sadness […]

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The Jayhawks – Paging Mr. Proust

Der Downer zuerst: Mark Olson ist beim neuen Jayhawks-Album Paging Mr. Proust nicht an Bord. So waren Mockingbird Time und die gemeinsamen Live-Auftritte nur ein süßer kleiner Flirt mit dem Ex, der am Ende doch in Streit, Tränen und Eskalation mündete. Doch wer trauert denn hier schon angesichts eines neuen Albums der Alt-Country Legenden? Dass die Jayhawks ohne Olson verdammt gut sein können, hat Gary […]


James McCartney – The Blackberry Train

Es fährt ein Zug nach Nirgendwo. Mit dem unscheinbaren Artwork und dem schwere Erbe seiner Beatles-Wurzeln hat es James McCartney sicherlich nicht einfach. Trotzdem bekommt der Sohn des Pilzkopfes aller Pilzköpfe elegant die Kurve und liefert ein sauberes Rock’n’Roll Album ab. Der Musiker wurde im Flügelschlag seiner Eltern Linda und Paul McCartney musikalisch sozialisiert und lässt dies auch auf seinem zweiten Album immer wieder durchklingen. […]

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