Vom Hedonismus gepackt, beschließt ein lebensmüder Loner dem Treiben um das bevorstehende Millennium zu entfliehen und fliegt kurzerhand über die Silvestertage nach Lanzarote. Wohin sonst, wenn man allen und allem entfliehen möchte?
Vom Hedonismus gepackt, beschließt ein lebensmüder Loner dem Treiben um das bevorstehende Millennium zu entfliehen und fliegt kurzerhand über die Silvestertage nach Lanzarote. Wohin sonst, wenn man allen und allem entfliehen möchte?
Die Erfahrung einen Virginia Woolf Roman zu lesen gleicht bei fast jedem Werk einem Wandel vom ersten Eindruck der Langeweile (Pain In The Ass) hin zur völligen Entzückung. So auch hier.
Roger Willemsen ist das beste Beispiel dafür, dass intellektuelle Menschen keinesfalls als weltfremde und isolierte Hasser der Massenkultur enden müssen. Das Gerede um den Elfenbeinturm wird ja sowieso überspitzt und der Tausendsasser Willemsen, der zu den beeindruckendsten Persönlichkeiten unserer Gegenwartskultur zählt, ist wohl die Verkörperung des Gegenbeispiels.
Das Ende eines Jahrhunderts bietet sich für einen umfassenden Rückblick geradezu an. Der Schlußstrich gibt uns die Möglichkeit auf einen abgeschlossenen Vorgang zurückzublicken und Bilanz zu ziehen oder in die Zukunft zu blicken, die plötzlich in die Gegenwart übergeht.
Sven Regener, der mit seiner Alltagspoesie als Songwriter der ewigen Romantiker von Element Of Crime mal um mal Herzen flickt und den Soundtrack zu jedem Beziehungs-Anfang und -Ende deines Lebens beisteuert, hat einen neuen Roman.
Paul Auster, der Liebling der Kritiker und modern ausgerichteter Literaturwissenschaftler, hat für sein Buchprojekt “Reisen im Skriptorium” nicht nur positive Resonanz erfahren. So sei das Buch nur etwas für Hardcore-Fans und würde sich wie Kaugummi ziehen. Umso erstaunlicher, dass es dem hier berichtenden Leser, der sonst angesichts einer typischen Auster Geschichte recht gelangweilt drein schaut, sehr beeindruckt hat.
Bei den Namen Hergé und Morris fallen einem unausweichlich zwei der bekanntesten und wegweisendsten Comics Europas ein. Was der eine mit Tim und Struppi schuf, gelang dem anderen mit Lucky Luke, sein Lebenswerk. Die Erfinder gehörten einer Generation an, ihre Werke sind zeitlos und ziehen Generation um Generation Leser in ihren Bann.
Peter Bichsel ist ein Poet. Peter Bichsel ist 72 Jahre alt. Peter Bichsel lebt bei Solothurn. Peter Bichsel war Gastdozent in den USA. Peter Bichsel veröffentlicht im Suhrkamp Verlag. Peter Bichsel hat viele Bücher geschrieben. Peter Bichsel bekam 2004 die Ehrendoktorwürde der Universität Basel verliehen. Peter Bichsel ist eine Gruppe im StudiVZ gewidmet, sie besteht aus 5 Mitgliedern. Peter Bichsel schreibt auch Kolumnen. Peter Bichsel schrieb das Buch „Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennenlernen“. Peter Bichsel ist ein Poet.
Die Literaturkritik und die Arbeit der Verlage sind stets gnadenlose Biester. Elitär wird hierbei beurteilt welche Werke überleben sollen und welche mit der Zeit dem Schicksal erleiden dürfen langsam zu erlischen und in Vergessenheit zu geraten. Diese Filterinstanz hat sicherlich viele positive Aspekte.