Richtig bekannt wurde eine der beliebtesten und erfolgreichsten US-Serien bei uns nie. Für eine Weile hatte es Seinfeld zwar mal ins Vorabendprogramm von Pro7 geschafft, aber das war’s. Momentan fristet die seinerzeit revolutionäre Sitcom ein Dasein im Nachtprogramm von Kabel1.
Rainer Werner Fassbinder sagte einmal: „Ich möchte ein Haus mit meinen Filmen bauen. Einige sind der Keller, andere die Wände, und wieder andere sind die Fenster. Aber ich hoffe, dass es am Ende ein Haus wird.“
Einige Horrorfilme und Schocker der jüngsten Vergangenheit zeigten, dass das Genre nicht unbedingt in einer Krise steckt und immer wieder sehenswerte Filme hervorzaubern kann. Hier ist jedoch ein Exemplar, das – mit Quentin Tarantino als Zugpferd (immerhin besteht die Promo auf die Erwähnung des Namens) – besonders idiotisch ausfiel. Hostel fängt wie eine ganz schlechte Kopie der Eurotrip-Filme an. Ein paar Vollspacken machen sich auf eine Flachleg-Reise durch Europa.
In seinem Film Tarnation pendelt Jonathan Couette gekonnt zwischen Seelenstriptease und Filmkunst. Damit reisst er den Zuschauer in ein aufwühlendes und unvergessliches Loch. Mit welchen Worten soll man einen Text über Tarnation wohl am besten beginnen?