The Cure – Desintegration (Deluxe Edition, 3CD)


The Cure stehen für massentauglichen Gothic-Pop. Zur Höchstform lief die Formation, um den charismatischen Frontmann Robert Smith, Ende der 80er auf. Seitdem läuft die Musik von The Cure ebenso oft im Radio wie auf düsteren Dark-Wave-Partys. Das zentrale Hauptwerk von The Cure, “Desintegration“, erscheint jetzt als opulente, drei CDs umfassende ‘Deluxe Edition‘. Mastermind Robert Smith höchstselbst zeichnete sich für die Zusammenstellung der Silberlinge verantwortlich und lässt Fans der Band so gut wie keinen Platz zum Meckern. 44 Tracks – 24 davon zum ersten Mal auf CD – zum Schwelgen, Grübeln und Genießen. [»]




The Rolling Stones – Exile On Main St. (Re-Issue, 2CD)


”Exile On Main St.”, das zehnte Studioalbum der Rolling Stones, gilt mittlerweile weithin als eines ihren besten. Satte 18 Songs umfasste das Originalalbum 1972, und obwohl es anfangs etwas skeptisch rezipiert wurde, und manche Schreiberlinge die Masse an Stilwechseln eher negativ bewertet haben, wurde schnell klar, dass Jagger und Co. hier ein Meisterwerk vorgelegt hatten. “Exile On Main St.“ kam auch ohne Megahits wie “(I Can’t Get No) Satisfaction“, “Brown Sugar“ oder ”Wild Horses” aus. Die Spannweite der Stones’schen Qualität war das, was schnell auch die Kritiker überzeugen und Bands auf Jahrzehnte hinaus beeinflussen sollte (z.B. die Black Crowes). [»]




Moke – The Long & Dangerous Sea


Mit ihrem musikalischen Ziehvater Paul Weller teilen sich die Holländer von Moke nicht nur ihre Vorliebe für modebewusstes Auftreten und immer sitzende Frisuren. Mit seinem zweiten Studioalbum “The Long & Dangerous Sea“ beweist das Quintett jetzt auch seine Längerlebigkeit. Langlebig wie “Modfather“ Weller (u.a. zehn Soloalben und sechs mit den legendären The Jam) ist man mit zwei Platten zwar noch lange nicht, aber zumindest den Eintagesfliegenverdacht entkräften Moke mit ihrem aktuellen Werk. [»]




Kate Nash - My Best Friend Is You


Wer in den nächsten Wochen eine Party schmeißt, Geburtstag feiert oder einfach nur ein paar Freunde zum Grillen einlädt, und das neue Album von Kate Nash auflegt, kann sich schon einmal auf ein Szenario einstellen, das sich ungefähr so entfalten könnte: Sobald Fräulein Nash mit dem Singen anfängt, wird es keine zehn Sekunden dauern, bis der erste Gast sagen wird: „Hey, das ist doch die, die nach Oslo fährt. Die ist voll lustig und endlich mal anders als der Rest. Sehr cool, dass sie beim Raab gewonnen hat. Ich hab‘ jede Sendung geguckt.“ [»]




Sophie Hunger - 1983


Die Multiinstrumentalistin Sophie Hunger verdeutlicht mit ihrem zweiten Album 1983 nur zu gut, dass sie genannten Titel verdient hat. [»]




Madsen - Labyrinth


Gleich der eröffnende Titeltrack von Madsens viertem Studioalbum (“Labyrinth“) zeigt die zwei Gesichter der neuen Langrille auf. In schmalzig-triefender Müncher-Freiheit-Manier fängt der Song an und man fragt sich schon, ob das Presswerk da vielleicht etwas durcheinandergebracht hat. Im zweiten Teil des Stücks legt sich die Skepsis und Madsen setzen zu einer ihrer typischen Rock-Hymnen an. Was bleibt ist Verwirrung. Denn was man mit dem Hitparaden-Intro sagen möchte, erschließt sich mir beim besten Willen nicht. [»]




Dashboard Confessional – Alter The Ending

Chris Carrabba, mittlerweile zum Vorzeige-Emo gereift, weiß, was seine Fans von ihm erwarten. Als Dashboard Confessional damals den akustischen (mehr oder weniger) Großtaten der Anfangstage (“The Swiss Army Romance“ (2000) und “The Places You Have Come To Fear The Most“ (2001)) auf Wiedersehen sagten, entwarf die Truppe um ihren Songwriter die Rezeptur für nachhaltigen Erfolg.
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Wolf Maahn - Vereinigte Staaten


Mit “Vereinigte Staaten“ veröffentlicht der in Berlin geborene Musiker Wolf Maahn in diesen Tagen sein – je nach Zählweise – zwölftes Studioalbum. Seit Anfang der 80er ist er aktiv und irgendwie trotzdem ein gut gehütetes Geheimnis. Seine Platten entern die Charts, sein kürzliches Schauspieldebüt (als Friedrich Schiller in „Das Lied von Schillers Glocke“) rief das ZDF auf den Plan und dennoch ist der Mann, der am 25. März 55 wird, vom Status eines Westernhagens oder Grönemeyers meilenweit entfernt. [»]




Avett Brothers - I And Love And You


Musik machen, Platten aufnehmen, auf der Bühne stehen. Alles schön und gut, aber auf den „großen Durchbruch“ warten die meisten „kleinen“ Bands trotzdem vergeblich. Viele gute Sachen fallen dabei unter den Tisch. In dessen Kante beißt man, wenn man sieht, welche Murx-Combos manchmal gut dotierte Plattenverträge bei Major-Labeln bekommen und eigentlich noch viel zu schlecht fürs Straßenfest in Castrop-Rauxel sind. Die Welt ist ungerecht, geschenkt. Wie man als Band aus diesem mitunter irrwitzigen Kreislauf entkommen kann? Man muss nur jemanden mit genug Einfluss finden, der einen Narren an einem frisst. So wie die Avett Brothers. Die fanden Rick Rubin – bzw. er fand sie, ganz wie man will – und sind nun bei Sony. Eine Geschichte, die in Zukunft gerne öfter als Vorbild herhalten kann. [»]




Emma Pollock - The Law Of Large Numbers


Das zweite Album bedeutet für Musiker oft nicht nur eine Bestehensprobe, sondern auch eine Besinnung auf die Richtung, in die man sich musikalisch bewegt. Ersteres ist bei Emma Pollock, die sich als ehemalige Sängerin der The Delgados und nach ihrem ersten Soloalbum “Watch The Fireworks” auf festem musikalischem Boden befindet, gewiss nicht der Fall. Was den zweiten Punkt angeht, so scheint es beim Hören von “The Law Of Large Numbers” fast so, als würde sich Emma Pollock bei jedem Track aufs Neue musikalisch ausrichten [»]




Vandaveer – Divide & Conquer


Nachdem Frankreich und die USA bereits im letzten Jahr die Bekanntschaft mit “Divide & Conquer” von Vandaveer machen durften, wird die Platte nun ebenfalls in Deutschland veröffentlicht. Dabei ist Deutschland für den aus Washington DC stammenden Mark Charles Heidinger, den Musiker hinter dem Pseudonym Vandaveer, kein unbekanntes Fleckchen. Eine selbst organisierte Tour verschlug ihn bereits 2009 hierher. [»]




Built To Spill - There Is No Enemy


Wenn schon Indie, dann aber richtig. Die Rock-Ikonen klingen auch 18 Jahre nach der Bandgründung frisch und prickelnd wie der erste Kuss. Mit einigen Monaten verspätung erreicht der neue Built To Spill Release dank ATP Records endlich auch Deutschland. [»]




Broken Bells – Broken Bells


Bei den Aufnahmen zum bis dato unveröffentlichten Album “Danger Mouse and Sparklehorse Present: Dark Night of the Soul“ arbeiteten James Mercer (The Shins) und Brian Burton (aka Danger Mouse) zum ersten Mal zusammen und schmiedeten dabei (oder danach) einen teuflisch(guten)en Plan. Ihr gemeinsames Album heißt nun genau so wie ihr Projekt – Broken Bells – und die im Vorfeld hoch gelegte Erwartungslatte überspringen die beiden musikalischen Schwergewichte mit der Eleganz einer Gazelle. [»]




Stereophonics - Keep Calm And Carry On


Der siebte Streich soll die Waliser Rockband Stereophonics wieder zurück auf Kurs bringen. Nach zwei äußerst halbgaren Scheiben – “Language. Sex. Violence. Other?“ (2005) und “Pull The Pin“ (2007) – sind die vier Herren um Frontmann Kelly Jones darauf aus, es noch einmal wissen zu wollen. Zurück auf Start und ohne Hektik die frischen Glanztaten der Anfangstage heraufbeschwören, könnte das Motto der “Keep Calm And Carry On“-Sessions gewesen sein. Und unterm Strich geht diese Rechnung sogar auf. [»]




Samavayo - One Million Things


Samavayo? Der Bandname klingt doch eher nach dem neuen Fünftürer von Seat, als nach einer Band aus dem Alternative Bereich. Den Songs der deutschen Nachwuchsrocker tut dies keinen Abbruch. [»]




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