
Wozu bitte noch Compilations? In einer Zeit, in der Blogs, Hypeblättchen, Magazinbeilagen und soziale Netzwerke mit Songempfehlungen zugemüllt sind, wirkt das unpersönliche Mixtape, für dass man auch noch Geld ausgeben soll, recht überflüssig. Die King Kong Kicks Reihe zeigt, dass die klassische Compilation noch immer ihre Existenzberechtigung hat.
Bei King Kong Kicks handelt es sich um eine beliebte Partyreihe, die ausgewählte deutsche Clubs mit Elektropop und Indierock beschallt und hierbei immer wieder von den typischen Clubkandidaten abweicht. So werden hier nicht nur die üblichen Franz Ferdinands runtergespielt, sondern die DJs geben sich auch durchaus Mühe das Tanzvolk zu überraschen. Auch die Samplerauswahl der beiden Djs Christian Vorbau und Frank Eichstädt sprüht nur so vor Lokalpatriotismus und Neuentdeckungen.
Neben Tanzflächenstammgästen von Bodi Bill und Wolf Gang (die Band gehört inzwischen zum Stamminventar der Samplerreihe) gibt es Highlights wie eine Rarität der Iren vom Two Door Cinema Club (Bonus-Track Ihrer Debütplatte) und der Entdeckung von Dan Parsons. Bezeichnenderweise will der Beitrag des Bloc Party Frontmans, einer der wenigen großen Namen auf dem Sampler, will als einziger Track auf diesem Sampler so gar nicht zünden.
Indieparty für´s Wohnzimmer. King Kong Kicks vol.3 ist nicht nur für Fans der Partyreihe ein Fest.
[Sebastian Jegorow]


