TV Buddhas – Dying At The Party


- Trost Records / Cargo Records -


Wer die ersten Platten der TV Buddhas nicht gehört hat, könnte beim Blick auf das Cover des “Dying At The Party” Albums auf die Idee kommen, wir hätten es hier mit einer dieser typischen Indie-Wichsvorlagen für die Club-Blaupausen zwischen Bloc Party und Franz Ferdinand zu tun. Doch weit gefehlt.

Auch auf ihrem Ihrem zweiten Longplayer zeigt die Band, die ursprünglich aus Tel Aviv kommt und nun in Berlin beheimatet ist, Eier und beweist, dass sie in der Rockgeschichte gut bewandert ist. Das ist Retro mit großem R. Hier geht es direkt mit recht schroff produzierten Rocknummern los, die wohl am ehesten an eine Mischung aus Velvet Underground und MC5 erinnern. Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang. Wer braucht schon mehr? Songs wie “TV Tonight” oder „Dying At The Party“ lassen leider den letzten Biss vermissen, bringen jedoch grundsoliden Rock’n’Roll. Insbesondere sind es Stücke wie „No Edge At All“ , bei denen die Band einen Gang zurückschaltet und sich dadurch recht sexy gibt, die das Album hörenswert gestalten und zünden.

Hey hey my my, Rock´n´Roll will never die. Auch wenn das Trio hier den Rock nicht neu erfindet, hat es mit den Rocknummern der neuen Platte gute Überlebenschancen.
[Sebastian Jegorow]