Freelance Whales – Weathervanes


- Frenchkiss / Sony Music -


In ihrer kurzen zweijährigen Bandgeschichte haben die Freelance Whales die Hypeblättchen der Blogosphäre bereits mächtig aufgerüttelt und machen nun auch die Massen auf sich aufmerksam. So gelang es der Band bereits kurz nach dem Release Ihres Debütalbums einen offiziellen Twitter-Clip und eine Folge der US Serien Chuck und One Tree Hill musikalisch zu untermalen. Nun erscheint das Debütalbum der Band aus New York endlich auch in Deutschland.

Hier haben wir es mit einer zeitgemäßen und überaus kurzweiligen Indie-Platte zu tun, die an jeder Ecke mit einer kleinen Überraschung auf den Hörer wartet. Bereits das Intro des Openers “Generator” sorgt für Glücksgefühle. Judah Dadones Stimme erinnert stark an das Zauberorgan von Ben Gibbard. Und auch sonst hätten wir die Freelance Whales damit gut verortet. Weathervanes klingt wie eine Mischung aus Death Cab For Cutie und The Postal Service. In den meisten Fällen schlägt die Nadel aufgrund der bunten Sammlung an modernden Sounds und Beats jedoch eher in Richtung Postal Service aus.

Die Singleauskopplung “Hannah” schreit nur danach von unserem liebsten Radiosender gespielt zu werden und das kleine Albumhighlight “Location” übertönt jeden noch so großen Herzschmerz mit Popglück. Damit hätten wir gerade mal die ersten drei Tracks abgedeckt. Auch auf dem Rest der Platte gibt sich die Band souverän und fährt den Sieg mit Kreativität und Frische heim.

Mit den Freelance Whales ist dem Frenchkiss Label nach dem Erfolg der Antlers nun ein weiterer Glücksgriff gelungen. Indiepop der Weltklasse, das muss man lieben. Noch Fragen?
[Sebastian Jegorow]