Louis Malle


“You must find the note. The correct key for your story. If you find it, everything will work. If you do
not, everything will stick out like elbows.” sagte Louis Malle einst über seine Arbeit. Wie kaum ein anderer Regisseur deckte er im Laufe seines Schaffens erfolgreich unzählige Filmgenres ab und ging immer wieder neue Wege. In den kommenden Monaten möchten wir dem Sonic-Liebling Louis Malle eine Text-Reihe widmen und einen Teil seiner Filme vorstellen.

Einen Teil seiner Ausbildung hat der 1932 geborene Franzose, der ebenfalls Film- und Politikwissenschaft studierte und das Studium abbrach, dem legendären Unterwasser-Filmemacher Jaques-Yves Cousteau zu verdanken, der den jungen Malle später als seinen besten Kameramann bezeichnete. Gemeinsam mit Cousteau war Malle als Helfer in der Calypso unterwegs und unter Anderem an dem Klassiker “The Silent Life” beteiligt. Desweiteren war er Robert Bressons Assistent und lernte so sein Handwerk.

Bis zu seinem Tod im Jahre 1995 drehte Malle über 30 Filme, brach immer wieder Tabus und vermied es stets sich zu wiederholen. Bis auf den Hang zu Ausnahmesituationen, die häuig auf politische Umbrüche zurückzuführen sind, und den ständigen Wandel, sucht man nach typischen Merkmalen in den Malle Filmen vergeblich. Dabei hat er hin und wieder wie ein Kamäleon bestimmte Genres und Stile anprobiert, um sie im nächsten Film weit hinter sich zu lassen.

Auch wenn Malle zu den Vorreitern der Nouvelle Vague gezählt wird, passt er nicht wirklich zu der
Strömung. Von der Filmkritik wollte er zu Lebzeiten nicht viel wissen und auch Paris hat er immer wieder hinter sich gelassen. Eines der wenigen Dokumente, in denen er vom Filmemachen erzählt, ist das lesenswerte Buch “Malle über Malle”, in dem Louis Malle selbst Auskunft zur Entstehung seiner Filme gibt.
[Sebastian Jegorow]

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Februar 1, 2010

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