Apse – Climb Up


apse Apse   Climb Up

Apse feiern in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Im Laufe der Zeit hat die Band aus Newtown, Connecticut bereits zwei recht ansprechende Alben zustande gebracht, von denen das letzte sogar von ATO wiederveröffentlicht wurde. Nun gibt es mit “Climb Up” den Nachschlag.

“Climb Up” ist ein Genremix, der zwischen Radiohead, Portishead und Prog-Rock pendelt. An den guten Stellen der Platte ziehen Apse die Spannungsbögen wie Gummibänder und lassen irgendwann los. Beim Opener “Blown Doors” glückt Apse diese Kunst. Hier wird langsam ein atmosphärisch dichter Song aufgebaut, der zum Ende hin in einem Radiohead’schen Exzess mündet. Auch Stücke wie das sexy “All Mine” und der Abschlußtrack “Closure” glücken der Band auf voller Linie. Oft haben die Kompositionen die zweite Luft und gehen an ihrem toten Punkt in große Momente über. So zum Beispiel “In Gold”, das vor sich hin dümpelt um zum Ende hin mit den Zeilen “I know I want to break free” berauscht.

Zugleich mischt sich unter all das Gewusel auch immer wieder die Langeweile. Uninspirierte Songs, die eher nach Anstrengung klingen, lassen diese atmosphärisch dicht aufgebaute Platte bröckeln. Die Wurzeln der Band liegen im schlichten Ambient Rock. Und gerade diese Altlast bringt einige Stücke der sonst interessanten Platte in´s Wanken.
[Sebastian Jegorow]
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