Asterix & Obelix feiern Geburtstag (Band #34)


- Egmont Ehapa Verlag -

asterix50 Asterix & Obelix feiern Geburtstag (Band #34)

Am 29. Oktober 1959 erblickten Asterix und Obelix in dem französischen Magazin PILOTE das Licht der Welt. Seitdem sind die witzigen und kampfeslustigen Gallier nicht mehr aus der mitteleuropäischen Comic-Szene wegzudenken. René Goscinny (Text) und Albert Uderzo (Zeichnungen) schufen kulturelle Ikonen, die bis heute grenzübergreifend wirken und keinerlei Schwung verloren haben. Wenn die Römer eins auf die Mütze bekommen, lacht man heute noch genauso laut wie vor 30, 40 oder 50 Jahren.

Seit dem Tod von René Goscinny im Jahr 1977 ist Albert Uderzo alleine für Asterix verantwortlich. Im neuen Band schreibt die Tochter von Goscinny ein langes Vorwort, das auch zur Situation nach 1977 Stellung bezieht. Sie ist im Frieden mit den Galliern und nutzt, wie Uderzo, den Anlass zum Feiern.
Auf über 50 Seiten huldigt der allein verbliebene Asterix-Vater nun seinen Kindern. Der mittlerweile 82-jährige lädt alle kleinen und großen (Gast-)Stars der bisherigen 33 Bände ein und hangelt sich von Gratulation zu Gratulation. Man erkennt einen roten Faden, einen durchgängigen Handlungsstrang sucht man allerdings vergeblich. Trotzdem amüsieren kleinen Episoden wie Asterix & Obelix im Rentenalter oder die Zusammenfassung des Straßensystems von 50 v. Chr.. Viele kleine Geschichten reihen sich aneinander und am Ende hat man dann im wahrsten Sinne des Wortes „alle“ im Auge. 50 Jahre und kein Staub, keine grauen Haare und keine müden Knochen weit und breit.

So liebevoll und kurzweilig “Asterix & Obelix feiern Geburtstag“ auch gestaltet ist, man vermisst eine zusammenhängende Handlung. Da es sich hierbei um einen besonderen Jubiläumsband handelt, ist das zwar locker zu verschmerzen und eventuell sogar verständlich, aber leider liegt der letzte richtig gute, stimmige und zusammenhängende Asterix-Band bereits acht Jahre zurück. Uderzo sollte sich ein Beispiel am späten Morris nehmen und beim hoffentlich kommenden 35. Band in Sachen Sprechblasen auch einmal Hilfe von „außen“ zulassen. Dass er es zeichnerisch immer noch kann, beweist Band Nummer 34.
[Sascha Knapek]