Mika – The Boy Who Knew Too Much


mikarez Mika – The Boy Who Knew Too Much

Pompös, pathetisch, pennälerisch. So kommt die Popmusik des 25-jährigen Mika auch auf seiner zweiten Platte, “The Boy Who Knew Too Much“, daher. Das hymnische “We Are Golden“ passt zu Anfang bereits bestens ins Bild. Solche Nummern passen perfekt auf jeden CSD und in pink gehaltene Miss Kitty-Schlafzimmer.


Mika beherrscht es perfekt, viele Aspekte der Popmusik der letzten 30 Jahre in seine Songs einfließen zu lassen. Michael Jackson und Madonna hört man da genauso heraus wie Queen, Elton John, Robbie Williams oder überaus peinliche Eintagsfliegen wie die Army Of Lovers. Mika verkocht das alles zu einem kunterbunten Brei, der eigentlich nur dann wirklich nervt, wenn er uns allzu aufgesetzt den neuen Freddie Mercury machen will und seine Stimme in penetrant-nervige Höhen schraubt. Will Mika aber mal keine Gläser zum Zerspringen bringen, macht der Pop-Cocktail durchaus Spaß.

In den Glanzminuten von “The Boy Who Knew Too Much“ zitiert Mika gleichzeitig Queen und die Beatles (”Dr. John”) und man kommt ins Grübeln, was da noch drin wäre, wenn Michael Holbrook Penniman die Miss Kitty-Ausflüge in Trash-Gefilde (wie z. B. “We Are Golden“ oder “Blame It On The Girls“) einfach mal sein lassen würde. Er steht sich mit dem vielen fabulösen Getue oft selbst im Weg. Leider.
[Sascha Knapek]