Samuraj Cities – Mixed Up Record Collections


samurajcities Samuraj Cities   Mixed Up Record Collections

Was ist nur los mit den Bands. Erst dieser üble Bandname Nobelpenner, dann der Gigantismus bei Scott Matthew und nun auch noch dieses Artwork. Für Menschen, die Platten auch mal kaufen, weil sie das Cover anspricht, ist das Artwork des Samuraj Cities Debüts natürlich eine Beleidigung und ein Grund der Musik trotz des vielversprechenden Herkunft (Schweden) äußerst skeptisch gegenüberzutreten. Und dann auch noch dieser Name, Samuraj Cities.

Schade, denn Samuraj Cities haben durchaus Aufmerksamkeit verdient. Die Schweden schaffen es bereits mit dem zweiten Track die gesamte Distanz, die der ästhetisch verwöhnte Zuhörer aufgebaut hat, zu überbrücken und mit eingängigen Songs mitten in´s Herz zu treffen. Viel passiert auf diesem Album wahrlich. Da stolpern Beats, die überstürzt durch die Songs rasen, Synthies ertönen, Rockriffs surren und unter all dem liegt stets ein Song, der sich über die Aussicht erfreut und das Treiben genießt. Und hin und wieder nähert sich der Song tatsächlich der Perfektion. So zum Beispiel beim furios entspannten “Tonight I don´t stand a chance, do I?” oder dem Titelsong “Mixed Up Record Collections” schimmert eine Popperle unter diesen unzähligen Soundschichten.

Insbesondere diese Vielfalt an Sounds, durch die sich der Hörer kämpfen kann, erinnert an einige der Cure-Platten aus den 90ern, die man wie einen Weihnachtsbaum mal eben mit einigen Elektrobeats geschmückt hat. Zudem kommt durch den Gesang noch ein klarer Verweis auf die Bright Eyes. Bei einigen Songs ist es zu viel des Guten und die Songs ertrinken in den unzähligen Soundschichten oder rocken sich vor die Wand. An sich ändert dies nicht am Gesamturteil, hier lohnt sich der Blick hinter die häßliche Fassade wirklich.
ohr Samuraj Cities   Mixed Up Record Collections