Last Stop Thomas Godoj


Gestern bin ich Thomas Godoj in der Straßenbahn begegnet. Dachte ich zumindest. Natürlich hätte ich liebe Anja Plaschg oder die junge Juliette Binoche, als Thomas Godoj gesehen, aber man kann sich seine Paras ja nicht aussuchen. Ob es Thomas Godoj tatsächlich war und er mir da tatsächlich in der Straßenbahn zwischen Bochum Hauptbahnhof und Höntrop begegnet ist, wissen wohl nur die Promoter, die ihm an dem Tag vielleicht tatsächlich Freigang zugebilligt haben. “De’sieht aus wiede Godoj” hätte wohl der DSDS-Zuschauer gedacht. “Ist er das?” dachte ich (was ernüchternderweise auf das Gleiche hinausläuft).

Vielleicht war es aber eben auch eine Halluzination wie damals, als mir Franz Kafka in der S-Bahn gegenübersaß. “Das kann doch nicht sein”, dachte ich damals und bewunderte den Mann mir gegenüber, der die Ruhr Nachrichten las. Franz Kafka hätte sicherlich die verdammten Ruhr Nachrichten gelesen. So einer war er. Als er anfing leicht panisch nach mir zu schauen, fühlte ich mich bestätigt. Das ist ganz schön kafkaesk, denkt er jetzt wohl. jaja. Und dichtete ihm bei seinem anschließendem Blick aus dem Fenster Gedanken an seine nächsten Briefe an Felice Bauer ein.

Und der Preis den ich für meine Medizin zahl, macht uns krank.