The Courteeners – Mapping The Rendevous


Die alten „BUY BRITISH“ Sticker können wieder entstaubt werden. Mit ihrem neuen Album verfeinern die Courteeners ihren Sound und setzen auch außerhalb ihrer Heimat zum Überholmanöver an.

Während sie in Deutschland noch als Geheimtipp durchgehen, füllen die Courteeners spätestens seit dem Erfolg ihres Modern Lover Albums im Vereinigten Königreich die ganz großen Hallen. Selbst ihr Idol Morrissey findet die Band aus Manchester recht dufte und hat sie als Support nach Amerika mitgenommen. Mit dem Erfolgs-Boost im Rücken und einem neuen Bassisten an Bord legt die Band nun ihr fünftes Album vor.



Angesichts des fantastischen Openers Lucifer’s Dreams könnte man noch eine verstärkte Anschmiegung an Postpunk vermuten. Doch ganz so einfach ist die Sache bei Mapping The Rendevous keinesfalls. Auf ihrem neuen Album geben sich die Briten noch facettenreicher und verleihen ihrem Sound zugleich mehr Kontur. Der Bombastpegel wird gelegentlich leicht aufgedreht, De La Salle lässt Erinnerungen an Morrissey aufleben und Tracks wie Tip Toes oder No One Will Ever Replace Us fallen mit ihren beschwingten Rhythmen und eingängigen Hooks deutlich poplastiger aus. Hier fühlt man sich wohl am ehesten an die alten Alben der Bands erinnert.

So ganz eindeutig lässt sich der Courteeners-Sound noch immer nicht ausmachen, doch die Unvorhersehbarkeit ist gerade die Stärke der Band. Mit Mapping The Rendevous haben die Courteeners ihren Freischwimmer gemacht und sich eine eigene Nische irgendwo zwischen Neo-Bripop und der guten alten Manchester Schule gemacht.

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