Preoccupations – Preoccupations


Die Band, die wir einst unter dem kontroversen Namen Viet Cong kannten, meldet sich einen Shitstorm später mit einem neuen Namen (na ja) und einem der wenigen wirklich spannenden Beiträge zum ewig andauernden Postpunk-Revival (hooray!) zurück.

Es ist recht schnell klar, dass die vier Kanadier nicht nur an einem neuen Bandnamen getüftelt haben. Wo sie sich auf ihrem noiselastigen Debüt noch selbstzufrieden High Five gaben und einen Song für beendet hielten, fängt der Spaß nun erst an. Ihr neues Album hat mehr Tiefe, Tracklist-Grenzen sind ein alter Schuh und ein Song ist erst zu Ende, wenn auch der letzte Reverb abgeklungen ist. So durchlebt das Highlight Memory im Laufe der 11 Minuten Laufzeit gleich mehrere recht erfüllte Leben und mündet in einem sanften Feedback-Meer.

Mit ansteigender Opulenz fühlt man sich zudem an die frühen Großtaten der Wolf Parade erinnert, ohne Interpols Turn On The Bright Lights aus dem Hinterkopf zu verlieren. Da ist es nur konsequent, dass dem Album niemals die Puste ausgeht und den Preoccupations mit Fever und den hypnotischen Zeilen You’re not scared, carry your fever away from here ein fulminanter Abgang gelingt. Eine düstere Tunnelfahrt, die all den Postpunk-Platzhirschen schon lange nicht mehr mit so viel Biss gelungen ist.

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