Elias Krantz – Lifelines


Der Multi-Instrumentalist Elias Krantz hält nicht viel von Bombast und beschränkt die Tracklist seines dritten Albums auf zwei Stücke, die sich auf insgesamt knapp 40 Minuten breit machen. Doch der ausgenudelte Minimalismus-Begriff trifft es hier nicht ganz, denn in dem kleinen Rahmen der beiden Instrumentalstücke passiert so einiges.



Der Begriff Patchwork, der auch der Titel der A-Seite ist, bringt es auf den Punkt. Lifelines ist ein liebevoll gesponnenes Quilt, das in Ansätzen geschmeidig von minimalistischen Ambient-Klangflächen hin zu Post- und Kraut-Rock übergleitet. Jon Hopkins, William Basinski und Michael Rother geben sich bei Elias Krantz als Referenz die Hand.

Das bedeutet natürlich, dass Lifelines nichts für den schnellen Kick ist und gelegentlich einen brachialen Tiefschlag vermissen lässt. Als imaginäre Filmmusik funktioniert Lifelines jedoch hervorragend und vor allem das entspanntere On Time (pt. 1) hütet einige greifbare Momente des Zaubers in sich, die eine Entdeckung wert sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.