The Hotelier – Goodness


Mit ihrem Hippie-Ausflug bricht das Trio aus Massachusetts die alten Genre-Konventionen auf und wagt den Schritt aus dem broken home in die Sonne.

​Post-Emo und Post-Hardcore setzen an, wenn all die Tränen getrocknet und all die Kriege verloren sind. Wenn das Lachen über den Emo-Witz verhallt ist und nur noch einige versprenkelte Hoffnungsträger wie La Dispute, The World Is a Beautiful Place & I Am Not Afraid to Die oder Brand New den Journalisten dazu bringen ein Revival zu wittern. Irgendwie muss die Seite ja gefüllt werden. Und gerade hier fanden Hotelier tatsächlich eine eigene kleine Nische, in der sie vor allem mit ihrem zweiten Album, der emotionalen Tour de Force „Home, Like NoPlace Is There“, einen Achtungserfolg feiern konnte. Mit ihrem neuen Album wagen The Hotelier einen Blick auf die sonnige Seite.

Es ist gerade der Facettenreichtum, das „Goodness“ auszeichnet. In bester Sleater Kinney Art miteinander Gitarren, ungewöhnliche Strukturen und Stellen, an den man sich fragt, ob der Produzent Seth Manchester, der beim Vorgänger noch die Zügel strikt hielt, hier bei der Produktion auf einem der Regler ausgerutscht ist. Zwischendurch finden The Hotelier in kleinen Lagerfeuer-Skits, die nach Korrdinaten benannt sind, die nötige Ruhe, um kurze Zeit später wieder zu auf den Punkt getackerten Drum-Patterns .

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