Four Tet – Randoms


Kieran Hebden hat ein neues Album und das gibt´s für lau. Dass es sich bei Randoms um eine Compilation an Raritäten handelt, tut der Freude keinen Abbruch.

Mit seinem Four Tet Projekt hat Hebden offenbar sowieso das überwunden, was wir Musikbusiness nennen. Längst ist er in eine andere Sphäre getreten und interessiert sich weder bei seinen Veröffentlichungen noch bei seinen Live-Sets an die Gebote der Musik. Nach der konzeptuellen Veröffentlichung Morning/Evening, die er ebenfalls spontan aus dem Ärmel schüttelte, nähert sich Randoms, das der Brite über Bandcamp in die Welt streut, eher dem klassischen Four Tet Material an (sofern es so etwas überhaupt gibt). Als eine Retrospektive durch 20 Jahre Four Tet könnte man Randoms bezeichnen.

An keiner Stelle riecht Randoms dabei nach Ausschussware oder Lückenfüller-Outtakes. Die Raritäten-Sammlung erstreckt sich von frühen Gehversuchen (Fields) bis hin zu neueren Stücken (Gillie Amma I Love You, For These Times). Die Varianz sorgt für viel Spannung und beweist die Vielschichtigkeit des Soundtüftlers. Während Gillie Amma I Love You und We are the works in progress mit atmosphärischen Backgrounds den Hörer in ihren Sog ziehen, erinnert Fields mit den Drums irgendwo an Höhepunkte wie Love Cry.

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