James McCartney – The Blackberry Train


Es fährt ein Zug nach Nirgendwo. Mit dem unscheinbaren Artwork und dem schwere Erbe seiner Beatles-Wurzeln hat es James McCartney sicherlich nicht einfach. Trotzdem bekommt der Sohn des Pilzkopfes aller Pilzköpfe elegant die Kurve und liefert ein sauberes Rock’n’Roll Album ab.

Der Musiker wurde im Flügelschlag seiner Eltern Linda und Paul McCartney musikalisch sozialisiert und lässt dies auch auf seinem zweiten Album immer wieder durchklingen. The Blueberry Train ist von schlichten Songs geprägt, die ohne viel Brimborium funktionieren sollen – und dies auch über weite Strecken tun.


Allen voran glänzen dabei Waterfall, der dreckige Grunge-Rocker Paralysis und das ruhige Fantasy mit mehr oder weniger angezerrten Gitarren, leichten Melodien und der zurückgenommenen Produktion, an der Steve Albini höchstpersönlich beteiligt war. Zum Abschluss kommt er seinem Vater mit Peace And Stillness noch einmal sehr nahe. The Blackberry Train ist trotz der klaren Referenz ein eigenständiges und durchaus geglücktes Album, das den Briten hoffentlich von der Schnapsidee abbringen wird mit Sean Lennon, Jason Starkey und Dhani Harrison, der McCartney übrigens bei den Aufnahmen unter die Arme half, eine Beatles Jr. Band zu gründen. Solo reicht´s für eine gute Platte vollkommen.

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