Hinds – Leave Me Alone


Der Hypeblättchen liebste Girlband formerly known as Deers liefert das längst überfällige Debütalbum ab. Nach den vielversprechenden Demos versammelt die Gang aus Madrid auf Leave Me Alone zwölf charmant schlurfige Liebesgrüße aus der Garage.


Leave Me Alone ist eine illustre Sammlung eingängiger Garagerock-Nummern mit einem klaren Hang zum Retro-Chic. Das Quartett präsentiert sich dabei wie die perfekte Mischung aus Ex Hex und den Shangri-Las mal schnurrend, mal zähnefletschend und dabei stets verspielt. Da ist es nur konsequent, dass diesem Album nie die Puste ausgeht und die Band an den kritischen Stellen den vorab befürchteten Drift ins Repetitive mit einen Hit wie Warts, Castigaras En El Gedero oder dem verträumten Instrumental Solar Gap doch noch elegant die Kurve hinbekommt. Und dann ist da natürlich Bamboo, das auch den zweiten Sommer in Folge als Ohrwurm überdauern dürfte.

All dies wird in einen DIY-Gewand verpackt, das den vier Madrileninnen im Zusammenhang mit dem 60s Gefühl und der lebensbejahenden Attitüde überaus gut steht. Und mit Zeilen wie “I could be your baby, but I’ll be your man” schummeln sich Hinds nebenbei in die Fußzeilen kommender Gender Studies Arbeiten. Leave Me Alone? Forget it, der Spaß fängt jetzt erst richtig an.

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