Cover Art #02: Afghan Whigs – Gentleman


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Über 22 Jahre nach dem Release zählt Gentleman zu den Klassikern des Alternative Rock und wurde 2014 bereits mit einem ordentlichen Rerelease gefeiert. Dies ist ein Album, das im Schatten der Grunge-Ära entstand und auf die typische Afghan Whigs Art vor Testosteron strotzt. Gentleman war das Debüt der Afghan Whigs auf Warner und kann ähnlich wie Congregation, das zum Einschlag von Nirvana auf Sub Pop erschien, nur sehr entfernt mit Grunge assoziiert werden. Die meisten Vocalparts wurden von Greg Dulli während eines Drogenrauschs in einem Rutsch eingesungen. So werden auf dem Album einige Klassiker der Afghan Whigs wie zum Beispiel Debonair, Be Sweet oder Gentleman mit viel Liebe hingerotzt. Gerade die dreckige Mischung aus Sex, Liebe, Rausch und Verzweiflung macht dieses Album so einzigartig.Nan Goldsmith - Nan & Brian in Bed

Das Artwork wurde von einer Arbeit der Fotografin Nan Goldin inspiriert, die sich und ihren Freund während einer turbulenten Phase ihres Lebens im Jahr 1983 fotografiert hat. Man kann nur aus der Biographie der Künstlerin und den Arbeiten aus dieser Zeit deuten, in welch schwieriger Zeit sie sich nach ihrem Umzug nach New York befand. Ihre Arbeiten aus dieser Zeit, die in dem Katalog The Ballad of Sexual Dependency zusammengefasst wurden, sind jedoch für sich bereits eine passende Illustration der Songs der Afghan Whigs aus dieser Zeit.

Greg Dulli konnte mit dem Cover zu Gentleman einer seiner Lieblingskünstlerinnen Tribut zollen und durch die Veränderung der Protagonisten für einen kleinen Skandal sorgen. Beispielsweise brachte das Cover die Musikerin Linda Ronstadt auf die Palme und sie warf den Afghan Whigs vor damit die Grenze zur Kinderpornographie überschritten zu haben. Greg Dullis Reaktion hierzu war eindeutig: „I’m like, ‚Linda Ronstadt: You’re dressed like a whore on the cover of Living in the USA with roller skates, curls in your hair, and shorts up to your twat. Fuck you.‘ That was my attitude toward Linda Ronstadt, who was a great singer. Now she’s kind of a bore“.

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