Flemming Borby – Somebody Wrong


Seit der frühren 90er ist der gebürtige Däne Flemming Borby mit diversen Projekten aktiv und hat bei seinen Heimatwechseln auch in Berlin der Musikszene heimlich den eigenen Stempel aufgedrückt. Nun wagt er nach all den Jahren sein erstes Soloalbum unter dem eigenen Namen und ist dabei tief in die Vergangenheit zurück gereist.

Somebody Wrong klingt eben wie man sich die Platte eines Skandinaviers mit viel Liebe für die gute alte Zeit vorstellt. Der Hang zu einfachen Melodien und die Lockerheit erinnert stark an einen Pelle Carlberg oder gar Jens Lekman, während der Sound leicht verstaubt und retro daher kommt. Dies kann man teilweise auf ein original Mikro der Rolling Stones aus den 70er Jahren zurückführen, das bei den Aufnahmen zum Einsatz kam. Hier und da wird das Album zudem mit etwas Americana gewürzt. Die Mischung geht auf Somebody Wrong zumindest streckenweise auf und liefert uns einige wunderbare Uptempo-Nummern wie den Titeltrack und die beiden Höhepunkte Me And You And the Moon und The Famous Part im Double Feature.

Begleitet wird Borby dabei von seiner kleinen Allstar Band, zu der unter anderem der Multiinstrumentalist Martin Wenk (Calexico) gehört. In der schlichten Akustikballade Mud and Mould ist Borby am Ende der heimatlose Suchende. Dabei hat er auf Somebody Wrong eigentlich bereits bewiesen, dass er den richtigen Sound gefunden hat.

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