MS Dockville 2015 (21.08.2015 – 23.08.2015)


dockville

Seit das MS Dockville 2007 mit einem kleinen Line Up und 5000 Besuchern begann, ist das Festival im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg auf satte 25000 Besucher und ein Line Up von etwa 150 Acts herangewachsen.

Die Veranstalter sind dabei Jahr für Jahr bemüht das maritime Flair der Hafenstadt mit einer Mischung aus interessanten Acts und einem Kunst-Rahmenprogramm unter einen Hut zu bekommen. Musikalisch werden viele Geschmäcker abgedeckt, wobei Elektroacts hierbei leicht die Nase vorn haben. Neben einiger großer Headliner (in diesem Jahr Interpol, Django Django, Tom Odell oder Caribou), ist das Line Up vor allem für Entdecker spannender Geheimtipps ein wahres Paradies. Am besten sollte man zur Vorbereitung die Spotify-Playlist des Festivals studieren.

Unbedingt verpassen sollte man vor dem Besuch des MS Dockville auch das MS Artville (ehemals MS Dockville Kunstcamp) nicht, das sich als Open Air Kunstgalerie versteht und das Gelände auf der Elbinsel vom 5. Juli bis zum 15. August 2015 mit zahlreichen spannenden Installationen in eine kunterbunte Kunststadt verwandelt. Eine Übersicht der vorgestellten Projekte findet man auf der MS Dockville Internetseite. Auch beim Artville darf die Musik nicht fehlen, zu den Höhepunkten gehören hier unter anderem Acts wie Erobique, die Grandbrothers, die irren Isländer von Mammut und Viet Cong.

Tickets für das Festival sind weiterhin im MS Dockville Shop erhältlich. Der Preis liegt momentan bei 104€.

Hier wie üblich unsere Empfehlungen:

Four Tet ist neben Clark wohl der spannendste DJ, den man auf einem Festival erwischen kann. Kaum ein Musiker versteht es so gut Analog und Digital mit derart viel Herz und Sinn für den richtigen Ton zu koppeln.

Ought stehen für wüsten Indierock, der nach einer Mischung aus den Talking Heads und Wolf Parade klingt. Mit im Gepäck haben die vier Kanadier in diesem Jahr die brandneuen Songs ihres im September erscheinenden Sun Comes Down Albums.

Vor 10 Jahren griff der Pianist Volker Bertelmann das durch John Cage begründete Konzept des präparierten Klaviers auf. Seitdem tourt er als Hauschka und einem Klavier voller Krimskrams durch die Welt. Bei Hauschka ist die Idee des präparierten Klaviers aber eher ein Mittel zum Zweck. Im Mittelpunkt stehen dabei wunderschöne Kompositionen.

Der abgedrehte Pop der Band hat sich auf dem aktuellen Album deutlich mehr von den Beta Band Ursprüngen in Richtung Beach Boys bewegt. Wir dürfen gespannt sein, wie die Band das neue Material live umsetzt.

Deutschfolk nah am Herzen und der Bordsteinkante. Das Kölner Trio war über Jahre als Straßenmusiker unterwegs und findet nun endlich die verdiente Beachtung.

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