Soak – Before We Forget How To Dream


Dieses Album hören ohne ständig zu Seufzen? No way. Musikalisch ist Soak der Innbegriff der traurigen Welpenaugen, die Dich – ja nur Dich – anschauen. Wenn die irische Musikerin mit ihrer zart brüchigen Stimme die Zeilen „Come on, come on, be just like me, be a nobody“ singt, möchte man sie ganz feste Drücken und ihr sagen, dass schon irgendwie alles gut wird. Dabei spendet die sechzehnjährige mit ihrer Musik eher trost, als dass sie Trost benötigen würde.

Die Songwriterin Bridie Monds-Watson alias Soak vereint von zuhause aus das Beck’sche Slackertum mit einer gewaltigen Portion Fragilität. Das aus diesen Eigenschaften entstandene Album beinhaltet intime Songentwürfe, die sich in einem wohl dosierten Umfeld aus Field Recordings zu kleinen stimmungsvollen Perlen entwickeln. Mit an Bord sind ihre ersten musikalischen Gehversuche, die bereits auf den EPs ‘Blud’ und ‘Sea Creatures‘ vertreten waren. Wer genau hinhört, kann hier sogar die Entwicklung nachvollziehen, die Soak in den vergangenen Jahren hin zur Hitsingle B A Nobody und der wunderbaren B-Seite Shuvels gemacht hat. Natürlich sollte man aber auch die Kirche im Dorf lassen. Viel mehr als eine äußerst gelungene Schlafzimmerplatte ist das hier nicht. Mit welch Gespür für den richtigen Ton die Songwriterin hier heran tritt, ist jedoch schon verdammt bemerkenswert.