Meg Baird – Don´t Weigh Down The Light


Auch wenn man mit ihrem Namen vielleicht nicht auf Anhieb etwas anfangen kann, ist die Songwriterin Meg Baird ein alter Hase im Musikgeschäft. Ob als Wegbegleiterin von Kurt Vile, Bonnie ‚Prince‘ Billy, Sharon Van Etten oder Teil der Espers, Meg Baird hat im Folk-Sandkasten schon so manch einen Fussabdruck hinterlassen. Mit ihrem dritten Soloalbum geht sie nun neue Wege.

Aufgenommen hat Meg Baird die elf Stücke nach ihrem Umzug von Philadelphia nach San Francisco. Dabei wurde sie von Charlie Saufley unterstützt, der mit ihr an der kleinen Supergroup Heron Oblivion bastelt und Six Organs Of Admittance Fans bekannt vorkommen dürfte. Diese Veränderungen bringen ihrem sonst so reduzierten Sound mehr Tiefe. Mit einer zeitgemäßen Produktion hat das natürlich nichts zu tun. Das hier ist traditioneller Folk mit traditionellen Instrumenten und einer traditionellen Produktion, der Wurzeln wie Joni Mitchell oder Sandy Denny sorgsam pflegt. Meg Bairds Gesang und ihre Pickings tänzeln immer wieder elegant miteinander und werden in leichte Feedbacks getaucht. Der Begriff Freak Folk war schon immer ein Sammelbecken, in das der schwer zu verortende Hippiekram getaucht wurde. Doch Mega Baird passt genau in diesen Kosmos aus Songwritern wie Vashti Bunyan oder Sibylle Baier und fühlt sich hier sichtlich wohl. Wir ebenfalls.