Low – C’Mon


Knapp 18 Jahre nach Bandgründung liefern unsere Lieblingsmormonen von Low einen weiteren Slowcore-Meilenstein ab. Mit dem neuen Longplayer „C’mon“ feiert das Trio aus Duluth, Minnesota ein beeindruckendes Comeback.

Hier gehen Low einen Schritt zurück, weg von den kantigen Songs und Experimenten der Dave Fridmann Produktionen „The Great Destroyer“ / „Drums & Guns“, hin zum geschmeidigen Songwiriting ihres Meisterwerks „Things We Lost In The Fire“. Das Leisetreten wird nun wieder kultiviert und das Duo Alan Sparhawk und Mimi Parker zeigt sich somit endlich wieder von der Schokoladenseite. „C’Mon“ beginnt mit einem Knall und dem Sprung in´s Wasser. Der Song „Try To Sleep“ könnte ein Album kaum besser einleiten. Die Hauptelemente, die diesen Song und das Album auszeichnen sind wieder Minimalismus, Langsamkeit und die einzigartige Stimmung, die vermutlich insbesondere dem Entstehungsort der Stücke zugeschrieben werden kann. Aufgenommen wurde das Album nämlich in der gleichen Kirche, in der bereits „Trust“ eingespielt wurde. Insbesondere „Especially Me“ und das grummelige „Witches“ glänzt mit einer dichten Atmosphäre und grandiosen Gitarrenklängen.

„Nothing But Heart“, das größtes Glanzstück dieser Platte, beginnt mit angezerrten Neil Young Gitarren, schlengelt sich über acht Minuten lang durch die Gehörgänge des Hörers, baut sich langsam auf und mündet in versteckten Hintergrundchören und der absoluten Glückseligkeit. So liefert das Trio souverän eines unserer Alben des Jahres ab. Für die Band ist es eher eine Heimkehr, als eine Neuerfindung. So episch und bezaubernd klang Slowcore jedenfalls schon lange nicht mehr.

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