Eels - End Times


Mr. E hat wieder den Blues. Manche Menschen überwinden das persönliche Gefühl einer Endzeit in Bars, manche stürzen sich in Arbeit und widerum andere direkt aus Fenstern. Der Sänger der Eels greift lieber zur Gitarre. Diesmal legt er uns sein gebrochenes Herz vor die Füße und denkt gar nicht daran es zu schmücken. Nach den collected tragedies auf “Elektro Shock Blues” und dem wundervollen Dokumentar-Film “Parallel Worlds, Parallel Lives” liefert uns E mit der neuen Eels Platte ein weiteres persönliches Werk vor, so etwas wie die “Dark Side Of Hombre Lobo”. [»]




Dominique A - La Musique


Dominique Anés neuer Release auf dem Le Pop Label. Eines steht hier bereits vor dem Blick auf die Tracklist fest, es wird französisch. Die Kenner der Musik des Chansoniers aus Nante wissen jedoch, dass der Rest jedes Mal eine spannende Unbekannte ist. [»]




Peter Broderick & Machinefabriek - Blank Grey Canvas Sky


In the autumn time
when the sky is a blank grey canvas
I don’t wanna paint on it

Cause all those colors blind me
spinning all around me
round and round and round
and round and round and
round and round and round
[»]




Laura Veirs - July Flame


“July Flame” ist Laura Veirs siebtes Studioalbum. Da ihre Platten in Deutschland trotz der positiven Kritiken leider meist unangetastet in deutschen Läden verstauben, dürfte die Musikerin trotzdem als Geheimtipp durchgehen. [»]




Matthew Ryan - Dear Lover


Kunst ist, wenn man trotzdem weitermacht. Nach diesem Motto legt der begnadete Songwriter Matthew Ryan seiner kleinen Fangemeinde seit fast fünfzehn Jahren regelmäßig sehr gute Alben vor die Füße. All dies unabhängig vom mittelmäßigen Erfolg und den damit verbundenen finanziellen Engpässen. Sein neues (zählt eigentlich noch jemand mit? Es müßte das zwölfte sein.) Soloalbum ist dabei keine Ausnahme. [»]




Chelsy - Sweet Medicine


Fünf Jahre sind seit der Veröffentlichung des Chelsy Debüts vergangen. Fünf Jahre in denen sich die Band scheinbar von einer netten, jedoch recht belanglosen, Indieband zu einem zuverlässigen Ohrwurm-Lieferanten gemausert hat.

Im Opener “Who Needs Words” klingt die deutsche Band um Sänger Martin Arlo Kroll zunächst wie eine dieser zahllosen Bands aus Münster oder ____ (an diese Stelle bitte eine beliebige deutsche Studentenhochburg einsetzen), die man als Support immer mal wieder über sich ergehen lassen muss. Mit Track Nummer zwei kommt jedoch die Überraschung. Chelsy können auch anders. Im Song “So My World” heben sie den Zauber auf, den Voxtrot nach den ersten beiden EPs irgendwo liegen gelassen haben. Bei all dem Hang zum Retro, ist man sogar geneigt das Attribut Rock noch um das so lang vermisste Roll zu erweitern.

Auch Stücke wie “Monique” (Daumen hoch für die Zeile “Oh Monique it’s not the french name that makes you unique”) oder “First Letter” versprühen viel Spielfreude. Im Laufe der Spielzeit wird immer klarer, warum das Promoblättchen hier von zeitloser Musik spricht. Marius Bubat, der sich nach seinem Coma-Projekt nun immer mehr einen Namen als Produzent macht, hat hier gemeinsam mit Thomas Block tolle Arbeit geleistet und den Sound der Band in das richtige Licht gerückt.

Der zweite Popentwurf der Band aus Mülheim hat den nötigen Charme und einige überaus nette Songs. Es darf hier wohlwollend genickt und bisweilen gar gestaunt werden.
[Jana Lüdeke]




Jonas Mekas


Der Filmkünstler Jonas Mekas zählt zu den Herzschrittmachern des Undergroundkinos und zu den wichtigsten Zeitzeugen des 20. Jahrhunderts. Sein Selbstverständnis als Filmkünstler subsumierte der alte Mann mit der Bolex Kamera einst mit den Worten “I am not a film director because I direct nothing. I just keep filming”. [»]




Phish


Phish einmal live erleben. Ein großer Wunsch. 1998 hätte gar nicht viel gefehlt. Mein Ziel war Alpine Valley, die Pläne geschmiedet, die Vorbereitungen getroffen, die knapp zwei Autostunden, die vor uns lagen, das Einzige was uns noch von “Character Zero“, “Wilson“ oder “Chalk Dust Torture“ trennte. Und dann die Hiobsbotschaft: Unser Fahrer ist abgesprungen, Alpine Valley muss geknickt werden! So nah sollte ich dem Besuch eines Phish-Konzerts nie mehr kommen. 2004 lösten sich die Herren Anastasio, Gordon, Fishman und McConnell dann auf – das verpasste Konzert in East Troy, Wisconsin wog von nun an noch schwerer. Die „Diese Band werde ich wohl nie live sehen“-Skala wurde um einen Namen länger. [»]




Black Moon


Ein Film, der sich konsequent seinem Zuschauer verweigert. Von einer dicken Mauer umschlossen, schmollt er, wird launisch, trägt seine Nase hoch, lässt nichts rein und nicht raus. Und ärgert einen. Von vorne bis hinten. [»]




Das Irrlicht


Designing a suicide. Louis Malles Film “Das Irrlicht” (Le Feu Follet) fokussiert die letzten 48 Stunden im Leben des lebensmüden Alain Leroy. [»]




Yim Yames - Tribute To…


Ein paar Tage, nachdem George Harrison starb, setzte sich Jim James, seines Zeichens Frontmann der Kentucky-Rocker My Morning Jacket, hin und nahm sechs Songs des leisen Beatle auf. Fast acht Jahre mussten vergehen und ein Pseudonym – zugegebenermaßen kein besonders irreführendes – musste sich zugelegt werden, um die Momentaufnahme als schlicht “Tribute To…“ betitelte EP auf die geneigte Hörerschaft loszulassen. [»]




Daniel Johnston - Is And Always Was


Is and always was, doch was eigentlich? Daniel Johnston, Vater des Weirdo-Folk, an artist growing old, Comiczeichner, Stubenhocker, etablierter Künstler und ein übergroßes Herz auf zwei Beinen. Nun präsentiert der 48jährige Künstler sein neues Studioalbum, das uns die gesamte Banbreite seines bisherigen Schaffens vor Augen führt. [»]






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