Grant Hart – Ouevrevue


Irgendwann werden sie alle älter und leiser. So auch Grant Hart. Der in die Jahre gekommene Schlagzeuger der Rocklegenden von Hüsker Dü meldet sich mit einem neuen Soloalbum wieder. Der Biss alter Tage zeichnet seine Songs jedoch auch heute noch aus.

In den 80ern zählte Grant Hart, der bereits mit 10 Jahren am Schlagzeug seines verstorbenen Bruders sein Handwerk erlernte, mit seinem ehemaligen Mitstreiter und Freund Bob Mould zur Spitze der Rockszene und beeinflusste mehrere Generationen von Rockmusikern. Seit der Auflösung der Band und dem kurzen Intermezzo seiner Band Nova Mob ist Hart auf Solopfaden unterwegs und veröffentlicht nun mit „Ouevrevue“ eine Raritätensammlung, die einige verloren gegangene Perlen aus den Jahren 1988 bis 1995 umfasst.

Von den altern Hüsker Dü Tagen blieb dem Musiker aus Minnesota die schroffe Art und rohe Produktion erhalten, so hat man bereits beim Opener „The Main“ das Gefühl als würde Grant Hart direkt neben einem mit seiner Akustikgitarre sitzen. Auf „The Main“ folgt ein fantastisches Cover des Love Klassikers „Signed D.C.“, das wohl selbst das Hederos & Hellberg Cover dieses Stücks in den Schatten stellt. Je weiter man mit dem Hören der Platte fortschreitet, desto stimmiger wirkt diese Werkschau. Wütende Rocknummern, Akustiksongs, ein Cover des Bob Dylan Klassikers „Masters Of War“ und eine Liveversion des Nova Mob Songs „I Just Want To Make Love To You“ schließen hier den Kreis. Zu den Highlights zählt das kraftvolle „Please Don´t Ask“

Am Ende dieser Platte, die stolze 16 Songs umfasst, steht eines fest. Ähnlich wie Bob Mould, hat auch dieser Teil der Hüsker Dü Legende noch lange nicht ausgedient. Mit Ouevrevue legt uns der Musiker eine Platte vor, die langjährige Fans zufriedenstellen wird und Newbies einen guten Eindruck vom Schaffen des Künstlers vermittelt. Wir freuen uns auf neues Material und den „Hot Wax“ Nachfolger, an dem der Hart mit Sicherheit bereits schreibt.

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