Sophie Hunger – 1983



Die Multiinstrumentalistin Sophie Hunger verdeutlicht mit ihrem zweiten Album 1983 nur zu gut, dass sie genannten Titel verdient hat.

1983 überzeugt mit experimentellen Sounds und einer Kombination verschiedener Einflüsse und Richtungen, die den Hörer zum Teil wie eine Brise umwehen und langsam zu einem kräftigen Wind aufbrausen, der überzeugt seine Geschichte erzählen zu dürfen.

Im Vordergrund steht dabei stets die starke, tragende Erzählstimme der Vokalistin, die sich teils klagend und schwermütig dann wieder selbstsicher und überzeugend als ein Repräsentant ihres Jahrgangs vorstellt. Dieser scheint ihr allerdings kein eindeutiges Merkmal hinterlassen zu haben, was dazu führt, dass der von ihr beschriebene Mangel zugleich gemindert wird.

Währenddessen unterhält sie mit wunderschön eingängigen Melodien, interessanten Rhythmen und herausragenden Klavierklängen. Die abwechslungsreiche und vielseitige Platte überrascht mit viersprachigen Lyrics und Harmonien, die nicht nur Ohr, sondern auch Kopf erreichen.
All in all eine Platte die ohne stilistische Grenzen weit über die Ländergrenzen ihrer Viersprachigkeit hinweg den Hunger-Jahrgang in alle Munde bringen wird.
[Jana Lüdecke]

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.