Laura Veirs – July Flame



„July Flame“ ist Laura Veirs siebtes Studioalbum. Da ihre Platten in Deutschland trotz der positiven Kritiken leider meist unangetastet in deutschen Läden verstauben, dürfte die Musikerin trotzdem als Geheimtipp durchgehen.

Auch auf ihrem neuen Album purzeln der Songwriterin mal um mal unaufgeregte Songs aus dem Handgelenk, die nach dem perfekten Soundtrack für eine abendliche Bootsfahrt über den Pudget Sound klingen. Zu Laura Veirs üblichen Songwriting-Qualitäten gesellt sich auch hier wieder das nötige Ambiente und das Faccettenreichtum. Verantwortlich hierfür ist das übliche Stamminventar der Musikerin: Produzent Martine Tucker und ihr guter Freund Karl Blau, der zuletzt selbst mit dem Album „Zebra“ glänzte. Auch andere Freunde aus dem westen Amerikas wie Chris Funk (Decemberists) oder Jim James (My Morning Jacket) gehen der Songwriterin als Backing Band unter die Arme.

Und selten war Laura Veirs auf Albumlänge so stark. „When You Give Your Heart“ klingt nach der vertonten Sehnsucht, „Make Something Good“ bezaubert. Laura Veirs versammelt hier eine Reihe strahlender Songjuwelen. Beinahe jede der 13 Nummern besitzt ihre eigene unwiderstehliche Zeile und überzeugt durch den traurigem Wohlklang. Als kleiner Höhepunkt sei hier noch der Song „Carol Kaye“ erwähnt, ein liebvoller Tribut an die berühmte Session Musikerin. Dieser besteht hauptsächlich aus einer bezaubernden Aufzählung der Songs, an denen Carol Kaye mitgewirkt hat.

Nach „Year Of The Meteors“ und „Saltbreakers“ liefert Laura Veirs ein weiteres sehr gutes Album ab. Diese Frau gehört an die Spitze.
[Sebastian Jegorow]

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