Daniel Johnston – Is And Always Was



Is and always was, doch was eigentlich? Daniel Johnston, Vater des Weirdo-Folk, an artist growing old, Comiczeichner, Stubenhocker, etablierter Künstler und ein übergroßes Herz auf zwei Beinen. Nun präsentiert der 48jährige Künstler sein neues Studioalbum, das uns die gesamte Banbreite seines bisherigen Schaffens vor Augen führt.

Da wären Rocker wie eine Neuaufnahme des alten Klassikers “I Had Lost My Mind”, die mit ihrer direkten Art und Eingängigkeit berauscht. Ebenso Folksongs wie “Tears”, die sicherlich bereits hier das Pop-Gespür Johnstons beweisen und nicht erst einer Coverversion bedürfen. Den Weirdo-Charme des Junggebliebenen gibt es bei Nummern wie “Queenie The Doggie”. Als Produzent sass diesmal Jason Falkner hinter den Reglern. Das polierte Ergebnis entfernt sich wieder von Johnstons Lofi-Wurzeln, verzerrt das Bild des Künstlers jedoch keinesfalls. So präsentiert uns Daniel Johnston die Songs mit all seinen Sprachfehlern und Eigenheiten. Nichtsdestotrotz zündet auf Johnstons erstem richtigen Studioalbum seit 2003 einiges nicht. “Fake Records of Rock and Roll” dümpelt rumpelnd vor sich hin und “Lost Inside My Infinite Memory” bleibt stets leicht verzerrt und unklar.

Is and always was; ein begnadeter Songwriter mit Schwächen. Für die liebt man ihn ja aber. [Sebastian Jegorow]

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