Monatliche Archive: Januar 2010


Eels – End Times

Mr. E hat wieder den Blues. Manche Menschen überwinden das persönliche Gefühl einer Endzeit in Bars, manche stürzen sich in Arbeit und widerum andere direkt aus Fenstern. Der Sänger der Eels greift lieber zur Gitarre. Diesmal legt er uns sein gebrochenes Herz vor die Füße und denkt gar nicht daran es zu schmücken. Nach den collected tragedies auf „Elektro Shock Blues“ und dem wundervollen Dokumentar-Film […]


Laura Veirs – July Flame

„July Flame“ ist Laura Veirs siebtes Studioalbum. Da ihre Platten in Deutschland trotz der positiven Kritiken leider meist unangetastet in deutschen Läden verstauben, dürfte die Musikerin trotzdem als Geheimtipp durchgehen.


Matthew Ryan – Dear Lover

Kunst ist, wenn man trotzdem weitermacht. Nach diesem Motto legt der begnadete Songwriter Matthew Ryan seiner kleinen Fangemeinde seit fast fünfzehn Jahren regelmäßig sehr gute Alben vor die Füße. All dies unabhängig vom mittelmäßigen Erfolg und den damit verbundenen finanziellen Engpässen. Sein neues (zählt eigentlich noch jemand mit? Es müßte das zwölfte sein.) Soloalbum ist dabei keine Ausnahme.


Chelsy – Sweet Medicine

Fünf Jahre sind seit der Veröffentlichung des Chelsy Debüts vergangen. Fünf Jahre in denen sich die Band scheinbar von einer netten, jedoch recht belanglosen, Indieband zu einem zuverlässigen Ohrwurm-Lieferanten gemausert hat. Im Opener „Who Needs Words“ klingt die deutsche Band um Sänger Martin Arlo Kroll zunächst wie eine dieser zahllosen Bands aus Münster oder ____ (an diese Stelle bitte eine beliebige deutsche Studentenhochburg einsetzen), die […]


Zazie von einem anderen Stern

Verwirrung machte sich breit, als uns das Album von Maike Zazie Matern alias Zazie von einem anderen Stern erreichte. Eine Sendung aus Amerika mit einer Platte, die dem Artwork und Namen zufolge nach blumigem Mädchenfolk aussieht? Da stimmt doch etwas nicht.


Jonas Mekas 2

Der Filmkünstler Jonas Mekas zählt zu den Herzschrittmachern des Undergroundkinos und zu den wichtigsten Zeitzeugen des 20. Jahrhunderts. Sein Selbstverständnis als Filmkünstler subsumierte der alte Mann mit der Bolex Kamera einst mit den Worten “I am not a film director because I direct nothing. I just keep filming”.

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Das Irrlicht

Designing a suicide. Louis Malles Film “Das Irrlicht” (Le Feu Follet) fokussiert die letzten 48 Stunden im Leben des lebensmüden Alain Leroy.


Yim Yames – Tribute To…

Ein paar Tage, nachdem George Harrison starb, setzte sich Jim James, seines Zeichens Frontmann der Kentucky-Rocker My Morning Jacket, hin und nahm sechs Songs des leisen Beatle auf. Fast acht Jahre mussten vergehen und ein Pseudonym – zugegebenermaßen kein besonders irreführendes – musste sich zugelegt werden, um die Momentaufnahme als schlicht “Tribute To…“ betitelte EP auf die geneigte Hörerschaft loszulassen.


Daniel Johnston – Is And Always Was

Is and always was, doch was eigentlich? Daniel Johnston, Vater des Weirdo-Folk, an artist growing old, Comiczeichner, Stubenhocker, etablierter Künstler und ein übergroßes Herz auf zwei Beinen. Nun präsentiert der 48jährige Künstler sein neues Studioalbum, das uns die gesamte Banbreite seines bisherigen Schaffens vor Augen führt.