Savoy Grand – Accident Book



Lang lang ist sie her, unsere Entdeckung der Langsamkeit mit Savoy Grand. 2005 veröffentlichte die Slowcore-Band aus Nottingham ihr letztes Album. Nun gibt es das unerwartete Comeback. Auf der Homepage der Band heißt es: Savoy Grand are not dead. They are not in prison. They have not gone
away. They are here. Hooray!

Die Zeilen “A trained dog is a happy dog. You don’t bend, you break”, mit denen die Briten Ihr zweites Glanzstück “Burn The Furniture” einläuten ließen, werden wohl selbst noch in 40 Jahren nachklingen. Mit einem ähnlich sanften Punch der Geisterfaust beginnt auch ihr neues Album. Der Opener “A Good Walk Spoiled” klingt wieder so, als würden Bohren & der Club Of Core plötzlich Folkmusik machen. Sänger Graham Langley hangelt sich hier von einer Zeile zur nächsten und wird dabei von der minimalistischen Begleitung getragen. Da bleibt dem Hörer genug Zeit sich den alles auf der Zunge zergehen zu lassen und die Blaupausen zwischen den Tönen mit eigenen Gedankenfetzen zu füllen. Alles beim Alten also.

Track drei bietet trotzdem eine Überraschung. “Fourcandles” heißt er und ist wohl der stärkste Savoy Grand Song bisher. Langsam läßt man hier hier alle Steine fallen. Das Tempo wird sanft beschleunigt und die Band ergibt sich der Spielfreude. Letting Go nennt man sowas. Atemberaubend ebenfalls.
Spätestens ab dem Punkt hat die Band wieder jeden einzelnen Hörer akustisch umarmt und streichelt ihn auf den übrigen sieben Nummern sanft in alle Seligkeit.

Savoy Grand sind weiterhin zerbrechlich wie Christbaumkugeln und silence is noch immer sexy.
[Sebastian Jegorow]

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