Rebekka Bakken – Morning Hours 1



Konnte man Rebekka Bakken auf Ihrem letzten Album „Is It You?“ noch eine Abkehr von typischen Singer/Songwritern ihrer skandinavischen Heimat attestieren, so verwandelt sich ihr Jazz-Pop drei Jahre später in typisch herbstlichen Folkpop.

Diese Metamorphose ist scheinbar charakteristisch für Rebekka Bakken, die Veränderungen gerne hat und nicht nur in ihrer norwegischen Heimat, sondern auch in Wien und New York zuhause ist. Auch in der Kategorie „mal etwas folkiges für lange Abende“ kann Bakken durchaus mit den Großen mitspielen. Die Songs des „Morning Hours“ Albums sind allesamt in einer zum Musikstudio umgebauten Kirche entstanden und klingen nach klassischem Folk. Insbesondere „Ghost In This House“ erobert das Herz des Hörers in kürzester Zeit. Zwischendurch schmücken E-Gitarren die Stücke, die sonst meist nur von der Stimme Bakkens, der Gitarre und einer sanften Rythmusbegleitung leben.

Uptempo-Passagen sucht man hier vergebens. Selbst die Ironie einiger Texte ist bei Bakken eine Schwester der Melancholie. Hier und da wünscht sich der Hörer die alten Jazz-Tupfer und mehr Abwechslung, um dann doch selig dreinzuschauen und sich von den Balladen bezirzen zu lassen.
[Sebastian Jegorow]


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Ein Gedanke zu “Rebekka Bakken – Morning Hours

  • mc

    Als alter Rebekka Bakken Fan habe ich das neue Album nun einige male durchgehört und muss sagen, dass es eher enttäuschend ist. viel zu viele seichte töne und nur wenige Lieder bleiben hier für länger….