Adrian Crowley – Season Of The Sparks



Auf Chemikal Underground, das uns bereits Arab Strap/Malcolm Middleton und Mogwai brachte, ist doch immer Verlass. Der neueste Streich des Labels ist die Entdeckung des irischen Songwriters Adrian Crowley.

„Season Of The Sparks“ ist bereits das fünfte Album des Musikers aus Dublin und sein erster Release für Chemikal Underground. Seine Musik erinnert stets an eine Mischung aus dem Zuckerschmalz des alten Romantikers Richard Hawley und dem dezent geschmückten Folkpop von James Yorkston, mit dem Crowley übrigens seit einigen Jahren gut befreundet ist. Zwei Musiker also, die wir inzwischen in´s Herz geschlossen haben. Auch Adrian Crawley findet hier recht flott ein Plätzchen.

Spätestens beim traumhaften „The Beekeeper’s Wife“ ist die Gewißheit da, dass dieses Album im Regal ganz nah bei den Lieblingen landen wird. Während Crawley in bester Hawley-Manier im Vordergrund die Frau des Bienenzüchters besingt und dabei wie bereits beim Vorgänger „Long Distance Swimmer“ mit jeder Zeile ganz viel Herzblut hinausschwemmt, gibt es im Hintergrund diesmal ein Feuerwerk an Streichern, Gitarren und Feedbacks über Feedbacks über Feedbacks. Beide Teile gemeinsam ergeben Magie und das im Titel versprochene Knistern. Das darauf folgende „The Wishing Seat“ fängt zunächst unterkühlt an und lebt hauptsächlich von einer sonderbaren Hintergrundmelodie, mündet jedoch in einem ähnlichen Glück. Und ohne zu viel verraten zu wollen, Crowley hält den Zauber der ersten drei Songs über weite Strecken aufrecht. Beste Beispiele hierfür sind „Horses Like To Sleep All Night“ und der Titeltrack.

Hier und da versinken seine Stücke zu sehr in den pathetisch aufgeladenen Feedbacks. Wenn man der Musik jedoch erst einmal verfallen ist, spielt man hier gerne mit und empfiehlt die Platte nicht nur Tante Ruths Yogatruppe, sondern sämtlichen Lieblingsmenschen.

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