Zoey Van Goey – The Cage Was Unlocked All Along



In Ihrer schottischen Heimat und in diversen Blogs hat das Folkpop-Trio Zoey Van Goey bereits Achtungserfolge gefeiert. Nun wird das Debüt der Band auf Chemikal Underground veröffentlicht.

Die Zoey Van Goey Stücke erinnern ein wenig an die glorreichen beiden Alben der Reeindeer Section oder den Zucker der Magic Numbers. Auch die Delgados, deren Schlagzeuger Paul Savage für die Produktion zuständig war, fallen einem hier als Referenz ein. Es sind zehn zielstrebige Popsongs mit viel Charme, die Zoey Van Goey hier abliefern. Bereits die ersten beiden Nummern „The Best Treasures Stay Buried“ und „We Don´t Have That Kind Of Bread“ sitzen beim ersten Durchgang. Alles wirkt recht unschuldig infantil und ist highlighy liebenswürdig. Stuart Murdoch (Belle & Sebastian) half der Band bei der Produktion der ersten Single „Foxtrot Vandals“, die zu den schnelleren (zugleich jedoch auch schwächeren) Songs der Platte gehört.

Besonderes Vergnügen macht es hier auf die Songtexte zu achten, die immer wieder pointierte Geschichten über Y2K Angst, Alltags-Paranoia oder kleine Abenteuer erzählen. Selbst Liebeslyrik ist bei Zoey Van Goey so bunt wie ein Clown mit Windpocken.

Keine Frage, Zoey Van Goey sind ein toller Neuzugang in unseren Plattenregalen. Für große Euphoriewellen fehlt hier letztendlich in einigen Songs der endgültige Hit-Instinkt. Mit „The Cage Was Unlocked All Along“ ist dem Trio jedoch ein liebreizendes Album gelungen.
[Sebastian Jegorow]

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