Echo & The Bunnymen – The Fountain



Echo & The Bunnymen haben inzwischen 30 Jahre Bandgeschichte hinter sich und sind noch immer up to date. Die Kultband aus Liverpool hat mal wieder ein neues Album fertig gestellt und ist bei den Studioarbeiten scheinbar tatsächlich in den Jugendbrunnen gefallen.

Auch im Jahre 2009 können sich Echo & The Bunnyman in die Menge werfen, ohne als Altherren entlarvt zu werden. Nachdem insbesondere das 2001 erschienene „Flowers“ noch enttäuschte, kommt ihr neuestes Album „The Fountain“ wieder der Topform alter Tage recht nahe. Eine der Wunderpillen, die das Album so frisch klingen lassen ist die Arbeit des Produzenten John McLaughlin. Hin und wieder gleitet das Ganze leider zu sehr in Richtung Bombast ab und der Hörer denkt hier eher an die letzten U2 Alben, als an ein „Ocean Rain“ (was jedoch hier und da ebenfalls als Kompliment aufgefasst werden könnte).

Das erste Highlight „Forgotten Fields“ kreist langsam um den Hörer, um am Ende zuzuschlagen. Die Gitarren sorgen hier tatsächlich für ein leichtes Retro-Gefühl. Weiter geht es mit dem eingängigen Uptempo-Track „Do You Know Who I Am?“. „Shroud Of Turin“ ist ein gutes Beispiel für den typischen Bunnymen-Song dieser Platte. Düster, rockig, pointiert und recht catchy geht es bei den meisten Tracks zur Sache. Mit Entladungs-Refrains bewaffnet spielt sich die Band recht angenehm dem fulminanten Ende, der Ballade „The Idolness Of Gods“, entgegen.

Nach dem recht brauchbaren „Syberia“ Album und zahlreichen Liveauftritten sind Ian McCulloch und Will Sergeant mit „The Fountain“ nun endgültig auch im neuen Jahrtausend angekommen.
[Jana Lüdeke]

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