Björn Kleinhenz – B.U.R.M.A.



Der dauerkreative Wahlschwede Björn Kleinhenz hat wieder zugeschlagen. Nun steht mit „B.U.R.M.A.“ (eine Abkürzung für „Be Undressed And Ready My Angel“) der Nachfolger zu den beiden Vorgängeralben „Quietly Happy And Deep Inside“ und „Head Held High On Fearsome Pride““ (Online Release) im Plattenladen.

Die Platte beginnt mit einem Dröhnen und mächtig viel Noise an, das im Intro wie eine Zeitkapsel aus den 90ern implodiert. Noch ehe wir jedoch zum schicken Digipack der CD greifen, um zu schauen wo der Hund begraben liegt, ebbt der Krach ab und Björn Kleinhenz sehnsüchtig erwartete Stimme taucht aus den Trümmern. So ein Schlitzohr. Mit dem nächsten Song „Fistfighters And Steel“ gelingt ihm der große Wurf. Ein gemütlicher Rythmus, Tragik und Engelschöre, die Björn bei den Zeilen „Do do do di di di It´s a bloody disease“ begleiten. Dass die besten Songs selten mehr als drei Minuten brauchen, wird hier einmal mehr bewiesen.

Das Album ist auf einer einsamen Insel im Homerecording-Prozess entstanden, was man jedem Song auch anmerkt. Während Kleinhenz bei „Quietly Happy And Deep Inside“ noch auf ausgereifte Arrangements setze, so sind es hier die kleinen intimen Momente und die Atmosphäre, die in den Vordergrund Rücken. Es geht auf „B.U.R.M.A“ meist ruhig und recht düster zur Sache. Leichtfüßige Popgenüsse gibt es hier lediglich bei „Stillborn“. Als großes Highlight muss hier auch noch Björns „Worlds Apart“ (…And You Will Know Us By The Trail Of Dead) Cover erwähnt werden. In der ruhigen Kleinhenz-Übersetzung verliert der Song keinesfalls an Dynamik und Dringlichkeit.

„B.U.R.M.A.“ ist allergrößte Unterhaltung, flickt unsere Herzen wie Porzellanelefanten und zählt neben dem Klassiker „Trans Pony“ zu Kleinhenz besten Arbeiten.
[Sebastian Jegorow]

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