The Dø – A Mouthful 1



Hier kommt eine Band, für deren Namen wir die Windows-Sonderzeichentabelle herauskramen müßen. Die beiden Musiker von The Dø spannen eine lange Leine zwischen ihren Heimatorten Paris und Helsinki, auf der sie ihre locker flockigen Songs ausbreiten. Nach dem großen Erfolg ihres Debüts „A Mouthful“ in Frankreich und einigen anderen Ländern, dürfen wir uns nun auch in Deutschland über einen Release der Platte freuen.

Das Ergebnis dieser internationalen Kooperation ist ein Album, das diverse potenzielle Hits wie „At Last“ oder „The Bridge“ aufweisen kann. Im Falle der Single „On My Shoulders“ kann man bereits von einem internationalen Hit sprechen. Die Uptempo-Nummer hat neben der üblichen Hype-Blättchen auch diverse Radiosender und Indie-Clubs geentert. Das nennt man wohl Teamwork. Während der Komponist Dan Levy die bunt zusammengesammelten Elemente zu einer Einheit ordnet, gewinnt Sängerin Olivia Merilahti auf dieser Platte mal eben den Nina Persson Soundalike Contest. Das zart quieksende Kehlchen der charismatischen Musikerin entlockt dem Hörer insbesondere bei den ruhigen Songs so manch einen entzückten Seufzer und erinnert dabei an die Glanzzeiten der Cardigans-Sängerin.

Überhaupt ist man auf der Suche nach Referenzen bei den Cardigans wohl am besten aufgehoben. Signiffikant ist dabei das Facettenreichtum von The Dø, das eine Brücke aus Elektromusik, Rock und soften Folknummern schlägt. Und wer genau hinhört wird bei der Rezeption der Platte noch hinter so manch ein anderes Gerne einen Haken machen dürfen. Selbst der Charme uralter Jukebox-Nummern aus den 60ern wird hier bei „Stay (Just A Little Bit More)“ herbeizitiert.

Alles in Allem machen The Dø auf „A Mouthful“ in allen Disziplinen die Goldmedaille. Ein energiegeladenes Stück Indie-Pop, das angesichts des anstehenden Sommers zur richtigen Zeit wiederveröffentlicht wird.
[Sebastian Jegorow]


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