Richard Swift – The Atlantic Ocean



Kapitel 5 unserer Fortsetzungsgeschichte „Wir sollten Secretly Canadian auf den Knien danken“. Nach Damien Jurado, Jens Lekman, Jason Molina, Anthony & The Johnson setzt das Label mit dem Release des neuen Richard Swift Albums den geschmackssicheren Triumphmarsch fort.

Und diesmal setzt SC auf einen großen Namen. Und zwar den einer Literatur-Legende. Richard Swift, früher ebenfalls Keyboarder der Band Starflyer 59(♥), ist nämlich tatsächlich ein entfernter Verwandter des Satirikers und Schriftstellers Jonathan Swift. Und auch wenn Richard Swift seine Geschichten in deutlich kompakterer Form präsentiert, als sein legendärer Vorfahre, so kann man insbesondere auf seinem neuen Soloalbum auch Paralellen zum großen Jonathan Swift finden. Denn ein Swift weiß wie man den Rezipienten bei der Stange hält.

Auf „The Atlantic Ocean“ erschafft Richard Swift ein herrliches Abenteuer, durch das der Hörer segeln darf. Der Piano-Pop des Amerikaners wird immer wieder mit kreativen Klängen, Disharmonien und Beats untermalt. Dem Imperativ „Let The Record Go On“, zu dem er in „Ballad Of Old What´s His Name“ repetitiv greift, gehorcht man dabei gerne.

Bemerkenswert an „The Atlantic Ocean“ ist die Mischung aus lockeren Pop-Melodien, einer sich zwischendurch einschleichenden Trauer und der alles überdeckenden Melancholie. Diese verleiht Stücken wie „R.I.P“ im Zusammenhang mit dem lässigen Sound und einigen kreativen Ideen einen morbiden Touch.

Sich in dieses Album zu verlieben, ist eine leichte Angelegenheit. Einige Durchgänge braucht es, und schon verfällt man der Abenteuergeschichte des weniger bekannten, jedoch sehr unterhaltsamen Swift.


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