Art Brut – Art Brut Vs. Satan



Im Kampf gegen Satan sind bereits viele gescheitert. Mogwai fürchteten ihn und selbst Gott zog in dem unaufhörlichen Kampf hin und wieder den Kürzeren. Den Briten von Art Brut ergeht es auf ihrem dritten Longplayer nicht viel anders.

Dabei kann man der Band nicht einmal vorwerfen, sie habe sich auf ihrem neuen Album zu viel vorgenommen. Alles beim Alten und lieber auf Nummer Sicher gehen heißt es hier. Und eben dieses Motto bricht der Band auf „Art Brut vs. Satan“ das Genick.

Natürlich, die Art Brut Songs besitzen noch immer einen Teil der Wucht und der textlichen Klasse des gefeierten Debüts „Band Band Rock´n´Roll“. Die ironische Verstrickung in die Popgeschichte kommt in „What A Rush“ zu tragen und in „Satan“ wird die Plattenindustrie verteufelt. Der Hörer schwankt hier zwischen Schmunzeln und Gähnen und wartet darauf, dass etwas wirklich Spannendes passiert.

Wenn wir ehrlich sind, wirkte bereits „It´s A Bit Complicated“ etwas verloren. Mit ihrem dritten Studioalbum sind Art Brut endgültig die Entertainer, die immer wieder den gleichen Witz erzählen und irgendwann anfangen zu nerven. Bei all dem „Emily Kane“, das noch immer der Hälfte der Songs nachhallt, möchte man die Kinder aus dem Bus werfen, den Leser an eine der Rezensionen des Vorgängers verweisen und die Frage in den Raum werfen: ist das nun unterhaltsam oder einfach nur überflüssig? Bitte entscheiden Sie selbst.
[Daniel Wartenberg]

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