Sophie Hunger – Monday's Ghost



Sophie Hunger, die eigentlich den Namen Emilie Jeanne-Sophie Welti Hunger trägt, hat das Zeug dazu bei uns der bekannteste Schweizer Musik-Import nach DJ Bobo zu werden. Und diesmal steckt hier mehr hinter als (zugegebenermaßen recht catchy) Reime wie “Throw your hands in the air like you just don’t care“.

Die Songwriterin hat sich mit ihren ersten Veröffentlichungen eine beachtlich treue Fangemeinde erspielt und hat nun die Möglichkeit tatsächlich mit etwas Promo im Rücken durchzustarten. Zu gönnen wäre es ihr auf jeden Fall. Denn wer dem in nur zwei Wochen eingespielte Album “Monday´s Ghost” mehrere Durchgänge schenkt, der entdeckt das Potenzial der 25jährige Schweizerin, die hier mal eben eine Reihe netter Songperlen mit einem leichten Jazz-Gefühl aus dem Ärmel schüttelt. Diese wirken meist eher als Stimmungsbilder, wovon unter anderem der musikalische Kurzfilm “Citylights” profitiert. Hier ergänzen sich Bilder und Songs perfekt.

Auch jenseits der populären englischen Sprache wird auf “Monday´s Ghost” gesungen. Und der “Walzer für Niemand” zählt sogar zu den Höhepunkten dieser Platte, der man lediglich für das anstrengende “Teenage Spirit” einige Sympathiepunkte abziehen muss. Übrig bleibt eine überraschend Reife Platte einer talentierten Songwriterin. Was will man mehr?
[Sebastian Jegorow]

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