Cocoon


Seit einem Jahr dreht es sich nun pausenlos im CD-Player und zählt neben dem Flowers From The Man Who Shot Your Cousin Debüt, das noch auf seine Entdeckung wartet, zu den liebsten Frankreich-Importen. Und nun soll “My Friends All Died In A Plane Crash” auch in deutschen Plattenläden stehen!

Hinter dem unscheinbaren Namen Cocoon stecken Morgane Imbeaud und Mark Daumail, zwei junge Franzosen, die mit dieser Folkplatte – der Mund zu Mund Propaganda 2.0 sei dank – bereits einige Erfolge verbuchen konnten. Was ist nun so wunderbar an dieser Band? Es sind die Harmonien und die Unbeschwertheit, die den Großteil der Songs nach einer traurigen traurigen Version der früheren Chill-Tunes eines Jack Johnson klingen lassen.

Die Symbiose der beiden Stimmen ähnelt den Harmonien der Magic Numbers erstaunlich stark. Da ist die Unschuld, die natürlich wie immer zum Siegen verdammt ist. Das kleine Reh mit den großen Augen, das ohne viel Mühe jedes Herz für sich gewinnt. Mit der Zeile “My Friends all died in a plane crash”, die im Opener “Take Off” erklingt, und so manch einem anderen wehmütigen Highlight dieser Platte (“Tell Me”, “Paper Boat”) könnten Mark Daumails und Morgane Imbeaud wohl selbst Diktatoren und eiskalte Massenmörder zum Schluchzen und an die Box schmiegen bringen.

Dabei soll hier nicht der Eindruck entstehen, wir hätten es bei Cocoon um ein schläfriges Duo wie Kings Of Convinience zu tun. Als Gegenbeweis gibt es mit “Vutltures” das, was man in einem Artikel wohl leicht verschämt mit dem Attribut groovy beschreibt. Auch sonst gibt es auf “My Friends All Died In A Plane Crash” häufg lockeren Folkpop zu hören, den selbst die Acid House Kings nicht süßer hinzaubern könnten. Entzückung pur, Cocoon je t´aime!

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