The Pains Of Being Pure At Heart – The Pains Of Being Pure At Heart



Gott weiß aus welchem Loch diese Band gekrochen ist und Gott weiß wie diese ganze Sache endet. Fest steht: das hier ist nicht zu unterschätzen und wird so manch einem Post-Slacker und dem Indie-Nachwuchs feuchte Träume bereiten.


Bereits die ersten Stücke des Albums bringen den Hörer zum Strahlen. “Contender” und “Come Saturday” erinnern stark an die besseren Jesus & The Mary Chain Songs und sitzen ohne sich warmlaufen zu müssen. Und in dem Moment, in dem du The Pains Of Being Pure At Heart als gut einschätzt, kommt “Young Adult Fiction”. Der erste Kandidat auf den Song des Jahres ‘09. Die Nummer klingt, als hätte sie sich knapp 15 Jahre lang irgendwo in der hintersten Ecke eines hippen Clubs versteckt. Aus dem Koffer eines DJs gefallen, der sowohl Shoegaze, als auch Postpunk-Platten mit viel liebe pfegte und diese Single stets unentschlossen irgendwo dazwischen einsortiert hat.

Du nimmst dir vor dich auf der Stelle zu betrinken und tagelang zu tanzen, doch warte erst wie die
Geschichte weitergeht. Da wäre das unbeschreiblich tolle “Everything With You”, “A Teenager In Love” oder die Inzest-Hymne “This Love Is Fuckin Right!”, die der Soundtrack zur tollen Verflmung von McEwans Zementgarten sein könnte. Asobi Seksu haben es zuletzt geschafft Noise-Gemälden ähnlich schöne Tupfer zu verleihen. Das hier setzt dem Ganzen Glück jedoch noch die fantastische Produktion und das verstärkte Shoegaze-Gefühl drauf.

The Pains At Being Pure At Heart liefern hier Soma für die Ohren und Adrenalin für die Herzen. Zehn Songs, die trotz des Retro-Anschlags zum Pop-Meilenstein verdammt sind.
[Sebastian Jegorow]


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