Andre Herman Dune alias Stanley Brinks


Andre Herman Dune alias Ben Dope alias Ben Haschisch alias Klaus Bong… Beim Output des ehemaligen Herman Dune Mitglieds stinken selbst arbeitswütige Musiker wie Ryan Adams oder Joseph Arthur ab. Der Songwriter nahm bereits zu seinen Zeiten bei Herman Dune unabhängig vom Interesse der Fans teilweise wöchentlich neue Alben und EPs auf. Mit dabei sind Dido-Cover, Sauna-Aufnahmen und unfassbar zauberhafte Duette mit Clemence Freschard (♥) und David Tattersall, dem Sänger der Wave Pictures (♥). Nun meldet er sich nach dem Ausstieg bei Herman Dune mit seinem neuen/alten Geniestreich wieder. [»]




Travis - Ode To J. Smith


Beim Opener des neuen Travis Albums “Ode To J. Smith“ muss man schon drei- oder viermal hinhören, um sicher zu gehen, wer da singt. “Chinese Blues“ heißt die Nummer und Frontmann Fran Healy gibt sich nur rudimentär zu erkennen. Da scheint jemand inkognito unterwegs zu sein und sich vor sich selbst zu verstecken. Insgesamt enthält die neue Travis-Scheibe elf Tracks, die mehr oder weniger in diese Richtung gehen – einige hören sich zwar nach frühen Großtaten an, Healy macht uns aber nur noch selten den “The Man Who“-Barden. Es dominiert eine Stimmung, die man von Travis in dieser Art und Weise vorher noch nicht kannte. Es gibt schlechtere Ansätze als etwas frischen Wind. [»]




Herman Dune

Herman Dune kommen demnächst wieder auf Tour und nehmen ihr neues Album “Next Year In Zion” dun die beiden tollen Acts Get Well Soon und Port O Brien mit in ihr Gepäck. Hier die Tourdaten der Tour, die man fast schon als ein kleines Festival bezeichnen kann:

02.12.2008 - Leipzig (Schaubuehne Lindenfels)
04.12.2008 - München (Feierwerk)
06.12.2008 - Mannheim (Feuerwache)
07.12.2008 - Köln (Gloria)
08.12.2008 - Bochum (Zeche)




Wolke 9 / Young at Heart


Mit “Wolke 9″ und “Young @ Heart” stellen momentan gleich zwei Filme in den deutschen Kinos ältere Menschen und die Erfahrung des Alterns in den Fokus. Ähnlich wie Simone de Beauvoir in ihrer Arbeit “Das Alter” sagen sie dem dummen Klischee von grauhaarigen Langweilern, denen man das Recht auf ein Privatleben abspricht, den Kampf an. [»]




Kings Of Leon - Only By The Night


Die Veröffentlichungen der ersten beiden Kings Of Leon-Alben “Youth And Young Manhood“ und “Aha Shake Heartbreak“ waren 2003 und 2005 noch vergleichsweise kleine Veranstaltungen. Klar, Fans gab es damals schon einige, aber zum richtigen Ereignis wurde die vierköpfige Band aus Tennessee erst durch ihre 2007 herausgebrachte Platte “Because Of The Times“. Knapp anderthalb Jahre später erscheint nun der vierte Streich der Followill-Sippe, “Only By The Night“. Die Vorab-Single “Sex On Fire“ schaffte es direkt auf Platz Eins der UK-Charts, gab einerseits die rockigere und weniger verspielte Schlagrichtung perfekt vor und ist andererseits doch eine konsequente “Because Of The Times“-Fortsetzung. [»]




Queen & Paul Rogers - The Cosmo Rocks


Gott ist das mies. Frei nach dem Motto “The show must go on” veröffentlichen Rest-Queen und Roger Taylor ein neues Queen Album. Und auch wenn sie Freddie Mercury diesmal nicht ausgraben, grenzt dies an üble Leichenschändung. Für den ganzen Dreck, den Roger Taylor im Anschluß an die Resteverwertung “Made In Heaven” verzapft hat, verdient er mindestens 400 Jahre in der Musikhölle, in der man die Künstler 24 Stunden am Tag mit ihrem eigenen Scheiß beschallt. [»]




Herman Dune - Next Year In Zion


Während Bruder Andre Herman Dune in Berlin fröhlich seine Identitätsspiele auslebt, setzen David-Ivar und Neman die Siesta des Vorgängers mithilfe ihrer Freunde, die natürlich alle auch irgendwie Herman Dune sind, fort. Und dies wirkt vom ersten Song an so, als wären all die Dunes dieser Welt in den Glückselixir-Topf gefallen. [»]




The Streets - Everything Is Borrowed


Mike Skinner hat gemerkt, dass das Geezer-Gehabe nicht mehr zieht. Blöderweise ist er mit seinem Streets-Projekt ohne dieses Element nur ein langweiliger Hanswurst. Selbsterkenntnis ist wohl das große Stichwort der neuen Streets Platte. Hier eine Läuterung, da eine Bauernweisheit. Im Rahmen der elf Tracks ist öfters von Erkenntnis die Rede, als in Bertrand Russels “Denker des Abendlandes”.
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Last Stop Thomas Godoj

Gestern bin ich Thomas Godoj in der Straßenbahn begegnet. Dachte ich zumindest. Natürlich hätte ich liebe Anja Plaschg oder die junge Juliette Binoche, als Thomas Godoj gesehen, aber man kann sich seine Paras ja nicht aussuchen. Ob es Thomas Godoj tatsächlich war und er mir da tatsächlich in der Straßenbahn zwischen Bochum Hauptbahnhof und Höntrop begegnet ist, wissen wohl nur die Promoter, die ihm an dem Tag vielleicht tatsächlich Freigang zugebilligt haben. “De’sieht aus wiede Godoj” hätte wohl der DSDS-Zuschauer gedacht. “Ist er das?” dachte ich (was ernüchternderweise auf das Gleiche hinausläuft).

Vielleicht war es aber eben auch eine Halluzination wie damals, als mir Franz Kafka in der S-Bahn gegenübersaß. “Das kann doch nicht sein”, dachte ich damals und bewunderte den Mann mir gegenüber, der die Ruhr Nachrichten las. Franz Kafka hätte sicherlich die verdammten Ruhr Nachrichten gelesen. So einer war er. Als er anfing leicht panisch nach mir zu schauen, fühlte ich mich bestätigt. Das ist ganz schön kafkaesk, denkt er jetzt wohl. jaja. Und dichtete ihm bei seinem anschließendem Blick aus dem Fenster Gedanken an seine nächsten Briefe an Felice Bauer ein.

Und der Preis den ich für meine Medizin zahl, macht uns krank.




Damien Jurado - Caught In The Trees


Zwei Jahre mußte man auf ein neues Damien Jurado Album warten. Nun ist er jedoch zurück..im Baum gefangen. Und so hoch über der Erde scheint ein frischer Wind zu wehen. Bereits der Opener “Gilian Was A Horse” klingt nach frischer Luft und der Vogelperspektive der NASA-Aufnahmen, die das Artwork der Platte zieren. Der Song dürfte zumindest in der US-Heimat als ein radiotauglicher Popsong einschlagen. [»]




Metallica - Death Magnetic


So viele Metal-Alben haben wir an dieser Stelle noch nicht besprochen. Die vordergründig härteste aller Musikrichtungen ist kein Gebiet, das uns nahe liegt – Metallica war noch nie eine meiner Lieblingsbands. Es gab Zeiten da war sogar das Gegenteil der Fall. Mit offenen Ohren durchs Leben zu gehen, sollte aber das Mindeste sein, was man als musikinteressierter Mensch tun kann. Auch ohne Metallica-Fan zu sein, fällt der Name einem immer wieder auf, ob man will oder nicht. Den Release ihres zehnten Studioalbums nehme ich hier deshalb zum Anlass auch mal etwas über das kalifornische Metal-Monster zu schreiben. “Death Magnetic“ heißt die seit Monaten mit viel Brimborium angekündigte Scheibe, zehn Tracks deren Gesamteindruck die Substanz aller Metallica-Phasen perfekt zusammenfasst. [»]




Garda


Im Oktober erscheint das Album “DIE, TECHNIQUE, DIE!” des Gardakollektivs, dessen Musik von der Visions als “Zurückgelehnter als Sophia, gefestigter als Conor Oberst, leiser als Damien Rice” beschrieben wurde. Der Sonic Reducer traf Kai in der Dresdner Neustadt, um über Garda, Musik allgemein, touren & das neue Album zu reden. [»]




Kitty, Daisy and Lewis


Darüber wie die Jugend heutzutage Coolness deiniert wurde oft genug hier und da referiert. Die drei Geschwister Kitty, Daisy und Lewis haben mit all dem Schmu nichts am Hut. Sie kehren der modernen Musik den Rücken, deinieren Coolness für sich neu und könnten damit in Zukunft durchaus andere anstecken. Zum Missionieren verwenden Kitty, Daisy & Lewis ihre klassische Rock´n´Roll-Musik, die an einen alten verstaubten Vinyl-Fund auf Großmutters Dachboden erinnert. Keine dieser Indie-Wichsvorlagen, sondern ansteckende bluesige Rock´n´Roll Stampfer, die sich den vergangenen 40 Jahren konsequent verweigern. [»]




PG.Lost - It´s Not Me, It´s You


It´s easy to play Postrock. Könnte man meinen. Da sparst du dir den Sänger, brauchst dich also nicht mit irgendeiner betrunkenen Diva rumärgern, Lyrics schreiben brauchst du sowieso nicht, kannst spaßige Songtitel ausdenken und hast dafür eine pseudointellektuelle Fangemeinde zu Füßen, die dir treu wie die Lemminge folgt. [»]




Thievery Corporation - Radio Retaliation

thievery corporation

Das amerikanische Musik- und Produzentenduo Rob Garza und Eric Hilton fand 1995 in Washington D.C. zueinander. Seit dieser Zeit firmieren sie unter dem Alias ’Thievery Corporation’ durch die politischen Musikszenen dieser Welt und bedienen sich an den Soundspektren aller Herren Länder. “Radio Retaliation“ ist ihr – zählt man das Remix-Album “Versions“ dazu – sechstes Studioalbum in den Zwischenräumen von Dub, Acid-Jazz, Bossa Nova und Globalclubklängen. [»]




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